Zwei Tassen Kaffee verdoppeln das Risiko: Kaffee führt zu Fehlgeburten
zuletzt aktualisiert: 21.01.2008 - 14:02Chicago (RPO). Dass Schwangere keinen Kaffee trinken sollen, ist bekannt. Doch die Gefahr ist erheblich größer, als bisher angenommen: Bereits das Koffein, das in zwei Tassen steckt, verdoppelt das Risiko einer Fehlbegurt. Das geht aus einer amerikanischen Studie hervor.
US-Wissenschaftler des Forschungszentrum Kaiser Permanente in Oakland sind zu dem Schluss gekommen, das bereits eine Menge von 200 Milligramm Koffein täglich - das entspreche ungefähr zwei Tassen Kaffee - die Gefahr verdoppele, eine Fehlgeburt zu erleiden. Schwangere sollten deshalb in den ersten fünf Monaten auf den Genuss von Kaffee, Tee und koffeinhaltigen Getränken verzichten.
Dass Koffein in der Schwangerschaft das ungeborene Kind gefährden kann, war schon in vorherigen Studien festgestellt worden. Allerdings war die potenziell gefährliche Menge bislang mit 300 Milligramm täglich angegeben worden. Kritiker hatten jedoch argumentiert, die älteren Studien hätten nicht berücksichtigt, dass Frauen mit unproblematischem Schwangerschaftsverlauf wegen der morgendlichen Übelkeit Koffein oft von sich aus meiden.
Die Forscher des Oaklander Instituts beobachteten nun in den Jahren 1996 bis 1998 mehr als 1000 Frauen, die durch die gesamte Schwangerschaft hindurch weiter Koffein konsumierten. Das Ergebnis: Die Gefahr einer Fehlgeburt wuchs mit steigendem Koffeinkonsum, sei es durch Kaffee, Tee oder andere koffeinhaltige Getränke.
Schwangere, die nicht ganz auf Koffeingenuss verzichten wollten, sollten täglich möglichst nur eine Tasse Kaffee trinken oder auf entkoffeinierte Produkte umsteigen, sagte der Mediziner De-Kun Li, einer der Verfasser der Studie, die im "American Journal of Obstetrics and Gynecology" veröffentlicht wurde. Das Stimulanzmittel wirke mitunter auch auf die Gefäße und beeinträchtige dadurch die Durchblutung der Placenta.
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