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Frauen in Führungspositionen haben oft Alkoholprobleme: Karrierefrauen sind stärker suchtgefährdet

zuletzt aktualisiert: 28.02.2004 - 11:13

London (rpo). Der zu tiefe Blick in die Falsche ist offenbar Cheffinnen-Sache. Frauen in Führungspositionen in der Verwaltung haben sehr viel häufiger Alkoholprobleme als ihre Kolleginnen in niedrigeren Positionen. Das geht aus einer Studie britischer Wissenschaftler an insgesamt 8000 Angestellten hervor.

Die Mediziner vom University College in London veröffentlichen ihre Ergebnisse im Fachmagazin "Occupational and Environmental Medicine" (Nr. 61, S. 219). Für ihre Auswertung hatten die Forscher um Jenny Head die Daten einer Befragung von Mitarbeitern aus 20 Verwaltungsbereichen ausgewertet.

Die Angestellten waren gefragt worden, welche Belastungen und Anforderungen der Job an sie stelle, welche Entscheidungsspielräume er ihnen biete und wie groß die aus ihrer Arbeit gezogene Anerkennung sei. Zudem wurden die Mitarbeiter nach ihren Trinkgewohnheiten befragt.

Rund 14 Prozent der Frauen in gehobenen Positionen hatten Alkoholprobleme, während die Quote der Frauen mit Suchtverhalten in den niedrigsten Laufbahnen nur bei rund 4 Prozent lag. Bei den Männern verzeichneten die Wissenschaftler hingegen eine Gleichverteilung: Zwischen zehn und zwölf Prozent von ihnen hatten mit Alkoholproblemen zu kämpfen - unabhängig von ihrer Position.

<P>Greifen häufig zur Flasche: Frauen in Führungspositionen.  Foto: RPO
<P>Greifen häufig zur Flasche: Frauen in Führungspositionen. Foto: RPO

 
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