Impfungen für Kinder: Kleiner Pieks als Lebensretter
VON DAGMAR DAHMEN - zuletzt aktualisiert: 03.11.2006 - 07:26Düsseldorf (RPO). Was noch vor Jahrzehnten selbstverständlich war, sorgt mittlerweile für reichlich Diskussionsstoff: Impfungen für Kinder. Bei immer mehr Säuglingen und Kindern fehlt der Komplett-Schutz. Dabei kann ein kleiner Pieks sogar ihr Leben retten. Welche Impfungen sind für Kinder sinnvoll?
Sieben Impfungen allein im ersten Lebensjahr empfehlen die Experten. Wer meint, dass man der Natur lieber seinen Lauf lassen sollte, der sollte wissen, das Kinderkrankheiten wie Masern und Keuchhusten, Mumps oder Röteln nicht etwa harmlos sind, sondern auch in Deutschland noch zu Dutzenden von Todesfällen und bleibenden Behinderungen wie Hirnschäden, Lähmungen oder Blindheit führen.
Normalerweise werden die Impftermine bei der Vorsorgeuntersuchung U3 der Säuglinge festgelegt. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt gegen folgende Kinderkrankheiten Impfungen bis zum 14. Lebensmonat: Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, Hib, Kinderlähmung, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Pneumokokken und Meningokokken.
Ab dem 9. Lebensjahr sollten Kinder eine Grundimmunisierung gegen Windpocken und Hepatitis B erhalten, sofern sie als Säugling nicht geimpft wurden.
Gerade im Grundschulalter verzichten viele Eltern auf die Impfungen ihrer Sprösslinge. Dabei sind in diesem Alter die Auffrischimpfungen gegen Tetanus oder Kinderlähmung wichtig. Damit riskieren die Erziehungsberechtigten nicht nur die Gesundheit ihrer Kinder, sondern sie gefährden durch die Ansteckungsgefahr auch ihre Mitmenschen sowie sich selbst. Schließlich haben auch viele Erwachsene Lücken in ihrem Impfpass, weil sie Auffrischungen versäumen.
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