BMI berücksichtigt nicht genug den Bauchumfang: Körperfettanteil um Taille ist aber wichtiger Faktor
zuletzt aktualisiert: 28.03.2003 - 09:33London (rpo). Na, liegt Ihr so genannter BMI, der Body Mass Index, im grünen Bereich? Das ist schön, muss aber nichts heißen. Denn Forscher haben jetzt festgestellt, dass der Bauchumfang bei der Rechenformel nicht genug berücksichtigt wird.
Der so genannte Body Mass Index (BMI) berücksichtigt nicht ausreichend die Zunahme des Körperfettanteils um den Bauch. Dabei macht sich Übergewicht gerade in dieser Körperregion bemerkbar, wie britische Forscher feststellten. Der BMI gilt bislang als entscheidendes Kriterium zur Bestimmung von Übergewicht und Fettleibigkeit. Er berechnet sich aus dem Körpergewicht, geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat. Ab einem BMI von 25 gilt man als übergewichtig, bei 17,5 oder weniger als magersüchtig.
Wissenschaftler der Metropolitan Universität London stellten nun fest, dass bei britischen Kindern und Jugendlichen in den letzten 20 Jahren der Bauchumfang mit seinem zentralen Körperfettanteil immer mehr zugenommen hat und dabei stärker gestiegen ist als der Body Mass Index. Galten in den Jahren 1977 bis 1987 nur neun Prozent aller untersuchten Mädchen und Jungen unter Berücksichtigung des Taillenumfanges als übergewichtig, waren dies 1997 schon 28 Prozent der Jungen und 38 Prozent der Mädchen.
Andere Zahlen ergeben sich aber, wenn der BMI als Grundlage genommen wird. Demnach waren 1997 nur und 21 Prozent der Jungen und 17 Prozent der Mädchen übergewichtig. 20 Jahre zuvor galten nach dem BMI nur acht Prozent der Jungen und sechs Prozent der Mädchen als zu dick, wie das "British Medical Journal" berichtet.
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