Prognose bis 2030: Krebserkrankungen steigen um ein Drittel
zuletzt aktualisiert: 24.02.2010 - 08:44Osnabrück (RPO). Die Deutsche Krebshilfe geht davon aus, dass die Zahl der Krebserkrankungen bis 2030 um ein Drittel steigen wird. Derzeit erkrankten in Deutschland 436.000 Menschen jedes Jahr neu an Krebs.
Das sagte der Präsident der Deutschen Krebshilfe, Medizin-Nobelpreisträger Harald zur Hausen, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochausgabe). "Wir müssen damit rechnen, dass bis 2030 jährlich 580.000 Krebsneuerkrankungen auftreten – fast ein Drittel mehr als jetzt", sagte er.
Vor dem an diesem Mittwoch beginnenden 29. Deutschen Krebskongress in Berlin unterstrich zur Hausen die hohe Bedeutung der Prävention: "Wir wissen heute: Rund zwei Drittel aller Krebskrankheiten sind Folge unseres Lebensstils." Nichtrauchen, geringer Alkoholkonsum, körperliche Bewegung, der Schutz vor UV-Strahlen und auch die Vermeidung von Virusinfektionen könnten das Krebsrisiko entscheidend mindern. Gegen Viruserkrankungen wie Hepatitis B und HPV-Infektionen stünden seit einiger Zeit wirksame Impfstoffe zur Verfügung.
Der Präsident der Deutschen Krebshilfe rief darüber hinaus die Bundesbürger dazu auf, sich umfassend über die angebotenen Untersuchungen zur Früherkennung zu informieren.
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