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Erstickungsgefahr: Nach Unfall: Runter mit dem Motorradhelm!

zuletzt aktualisiert: 08.06.2007 - 16:12

Frankfurt/Main (RPO). "Nichts anfasssen, bloß nicht den Helm vom Kopf nehmen!" - so in etwa lautet das Klischee, wenn man nach dem richtigen Verhalten nach einem Motorradunfall fragt. Aus Angst, den Kopf zu verletzen oder gar das Rückgrat zu brechen, machen die meisten Ersthelfer oft gar nichts. Doch genau das ist grundfalsch, klären jetzt Experten auf.

Wenn es bei einem Unfall ernst wird, dann sind viele nicht für die erste Hilfe gerüstet.  Foto: Johannes Priester, gms
Wenn es bei einem Unfall ernst wird, dann sind viele nicht für die erste Hilfe gerüstet. Foto: Johannes Priester, gms

Entgegen der weit verbreiteten Meinung sollten Ersthelfer nämlich bei einem Motorradunfall dem Verunglückten rasch den Helm abnehmen. Das gelte besonders, wenn der Verletzte das Bewusstsein verloren habe, betont Joachim Keil, Ausbilder bei der Johanniter-Unfallhilfe, in der "Apotheken Umschau". Denn dann bestehe die Gefahr, dass das Opfer an Erbrochenem ersticke.

Am besten lasse sich der Helm zu zweit abnehmen. So könne immer einer den Kopf fixieren, während der andere Kinnschal, Brille und Kinnriemen löse und den Helm vorsichtig abziehe. Ein Helfer solle auch danach den Kopf weiter zwischen beiden Händen fixieren. Vor Fehlern müsse niemand Angst haben: Wer nach bestem Wissen und Gewissen helfe, habe keine rechtlichen Folgen zu fürchten. Untätig bleiben könne dagegen als unterlassene Hilfeleistung bestraft werden.

Quelle: ap

 
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