kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Bis zu einer Million Erkrankter: Norovirus-Rekordepidemie befürchtet

zuletzt aktualisiert: 28.01.2007 - 15:49

München (RPO). Das Berliner Robert-Koch-Institut erwartet eine schweren Epidemie des Norovirus in Deutschland. Es sei mit bis zu einer Million Erkrankten zu rechnen. Erbrechen und Durchfall kennzeichnen das Virus, das für sehr junge und sehr alte Menschen gefährlich werden kann.

Das Robert-Koch-Institut rechnet mit bis zu einer Million Erkrankter beim Magen-Darm-Virus.  Foto: ddp, ddp
Das Robert-Koch-Institut rechnet mit bis zu einer Million Erkrankter beim Magen-Darm-Virus. Foto: ddp, ddp

Noch vor der für die nächsten Wochen erwarteten Grippewelle sieht das Berliner Robert-Koch-Institut mit Sorge eine Epidemie von heftigen Magen-Darm-Erkrankungen durch Deutschland ziehen: "In diesem Winter werden wir aller Voraussicht nach einen neuen Rekordstand an Norovirus-Infektionen verzeichnen", sagte Institutspräsident Reinhard Kurth dem Nachrichtenmagazin "Focus". Das Norovirus macht sich mit starkem Erbrechen und Durchfall bemerkbar.

Es sei mit bis zu einer Million Erkrankten zu rechnen, sagte Kurth und rief die Menschen deshalb zur strikten Beachtung der gängigen Hygieneregeln auf wie Händewaschen nach jedem Toilettengang. Die Symptome klingen zwar meist binnen 48 Stunden ab, doch für sehr junge und sehr alte Menschen sieht Kurth dem Bericht zufolge Gefahr: Im vergangenen Jahr habe sein Institut 19 durch Noroviren verursachte Todesfälle erfasst.

Widerstandsfähiges Virus

Das Virus, das früher als Norwall-like-Virus bezeichnet wurde, ist sehr widerstandsfähig und hoch ansteckend, meist wird es von Mensch zu Mensch übertragen. Die massivste Verbreitung hat es deshalb in der kalten Jahreszeit zwischen Oktober und April, ideale Voraussetzungen zum Springen von Mensch zu Mensch findet es in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen.

Das Virus wird über den Stuhl und Erbrochenes ausgeschieden, Infektionen sind auch über infizierte Gegenstände und Kleidung möglich. Im Falle von Erkrankungen wird deshalb im Umgang mit dem Patienten die Verwendung von Handschuhen, Mund-Nasen-Schutz und Kitteln und Desinfektionsmitteln empfohlen, die gegen Viren wirken. Alle Oberflächen, auch Türgriffe, mit denen der Erkrankte Kontakt hatte, sollten desinfiziert werden. Auch eine separate Toilette für den Erkrankten sei angebracht. Bettwäsche und Kleidung sollten in einem geschlossenen Sack verwahrt und über 60 Grad gewaschen werden.

Hoher Verlust von Flüssigkeit

Auch über infizierte Speisen wie Salate, Krabben und Muscheln oder verunreinigtes Wasser ist eine Ansteckung möglich. Erkrankte verlieren wegen des heftigen Erbrechens und Durchfalls rasch große Mengen Flüssigkeit; der Verlust sollte trotz der Übelkeit ausgeglichen werden, denn er stellt gerade für Kinder und Ältere eine große Gefahr dar. Erkrankte fühlen sich schwach, klagen über Bauch-, Kopf- und Gliederschmerzen und Mattigkeit. Gesundete Patienten können das Virus noch bis zu zwei Wochen weitergeben.

Noroviren sind laut Robert-Koch-Institut weltweit verbreitet und auch in Deutschland für einen Großteil der Magen-Darm-Infektionen verantwortlich. Kinder unter fünf und Erwachsene über 70 Jahren sind den Angaben zufolge besonders häufig betroffen. Die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit beträgt 10 bis 50 Stunden. Eine Impfung steht nicht zur Verfügung, auch Medikamente gegen das Virus gibt es nicht. Eine Infektion schützt zudem nicht vor der nächsten.

Laut früheren Informationen des Institutes begann die Norovirensaison 2006 im Vergleich zum Vorjahr früher. Bereits Anfang Dezember warnte das Institut vor einer epidemieartigen Zunahme der Krankheitsfälle, wie es ihn bereits in den Wintern 2002/2003 und 2004/2005 gegeben habe. Schuld sei in den beiden Jahren eine neue Variante des Virus gewesen.

Quelle: ap

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online

Studie

Frauen leiden fünfmal häufiger unter Essstörungen

Fünfmal mehr Frauen (5,9 Prozent) als Männer (1,5 Prozent) leiden einer Studie zufolge unter Störungen im Essverhalten. Die Untersuchung Lei ... mehr 

Überstunden fördern Risiko für Depressionen

Ergebnis einer Studie

Überstunden fördern Risiko für Depressionen

Langfristig mehrere Überstunden am Tag erhöhen das Risiko für eine schwere Depression. Dies ... mehr 

mehr Gesundheit
Aus der Region

Polizei kontrolliert in ganz NRW

Mit 100 durch die 50er-Zone

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Deutscher gewinnt New Yorker Treppenlauf

Der 27-jährige Thomas Dold aus Baden-Württemberg war beim berühmten Treppenlauf des Empire State Building zum siebten Mal in Folge der ... mehr 

Gesundheitsthemen
Bilderserien zu Gesundheit
Machen Sie den Sehtest!
Machen Sie den Sehtest!
Können Sie die nachfolgenden Ringöffnungen in .. mehr 
 
Machen Sie den Sehtest!
Machen Sie den Sehtest!
Können Sie die nachfolgenden Ringöffnungen in ..
mehr 
Getränke: So viele Kalorien stecken drin
Getränke: So viele Kalorien stecken drin
Na, wäre es nur immer Wasser, das wir uns genüsslich ..
mehr 
Tipps für Laufeinsteiger
Tipps für Laufeinsteiger
Egal zu welcher Jahreszeit: Mit der passenden ..
mehr 
Erkältungsmythen aufgeklärt
Erkältungsmythen aufgeklärt
Der Volksmund meint zur Erkältung: “Drei Tage kommt ..
mehr 
 
Anzeige

Betreut.de

Unterstützung für jede Lebenslage

ECI Betreut.de Teaserbild

Egal ob Nachhilfe, Babysitter, Pflegedienst oder einfach jemand der sich bei Abwesenheit um die geliebten Vierbeiner kümmert. Mit Betreut.de finden Sie schnell und unkompliziert die richtige Betreuung für Ihre Liebsten. mehr 

MEHR
Der graue Star - Piloten trifft er häufiger.

Unterschiedliche Strategien

Frauen sehen anders

Frauen sehen anders, Männer aber auch. Hirnforscher haben festgestellt, dass es geschlechtsspezifische Unterschiede im Aufbau des Sehzentrums gibt. Deswegen nutzen Männer und Frauen vermutlich auch unterschiedliche Strategien, um sich in ihrer ... mehr 

 
 
 
 
 
Videos
Anzeige
KLINIKVERGLEICH
 
Topmedizin finden
Hier finden Sie Ärzte und Kliniken mit Zertifizierung sortiert nach medizinischen Schwerpunkten und Fachbewertungen.
Jetzt einfach online vergleichen! mehr 
Top-Services