Sonnenschutz im Test: "Öko-Test" warnt vor chemischen UV-Filtern
zuletzt aktualisiert: 02.06.2005 - 09:52Frankfurt/Main (rpo). Sonnenschutzmittel sollen die Haut eigentlich schützen. Doch als unerwünschten Nebeneffekt enthalten sie nicht selten für die Haut problematische Stoffe. Sogar Veränderungen am Gehirn können dadurch hervorgerufen werden.
Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift "Öko-Test" nach einer Untersuchung von 30 Produkten. Schon lange in der Kritik sind den Angaben nach Lichtschutzfilter, die wie ein Hormon wirken.
Nach jüngsten Erkenntnissen aus Tierversuchen könne ein Kontakt mit chemischen UV-Filtern in frühen Lebensphasen zu Veränderungen im Gehirn und an den Fortpflanzungsorganen führen, heißt es.
Eine Alternative sind den Experten zufolge Sonnenschutzmittel mit unbedenklichen mineralischen Filtern. Diese Produkte haben zudem den Vorteil, dass sie sofort nach dem Auftragen wirken, während Sonnenschutzmittel mit chemischen Filtern eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad aufgetragen werden müssen.
Nur bei drei Produkte hatten die Tester nichts zu beanstanden. Das Prädikat "sehr gut" erhielten "Dr. Hauschka Sonnenspray Sensitiv, LSF 20" von Wala, "Sante Soleil Sensitive Spray 15" vom Hersteller Sante sowie die "Edelweiß Sonnenmilch LSF 15" von Weleda.
Dagegen gab es für "Öko-Test" bei mehr als der Hälfte der Sonnenschutzmittel Grund für Kritik. Für neun Produkte vergaben die Tester sogar die Note "ungenügend" - unter anderem auch deshalb, weil diese allergisierende Duftstoffe oder bedenkliche Konservierungsmittel enthalten.
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