Stiftung Warentest: Offenbar krebserregende Substanz in Babynahrung
zuletzt aktualisiert: 02.03.2005 - 08:56Hamburg (rpo). Man sollte annehmen, dass gerade die Qualität von Babynahrung gut überwacht wird. Trotzdem hat die Stiftung Warentest jetzt in drei von 18 überprüften Gläschen mit Nahrung für die Kleinsten deutliche Mengen eines krebserregenden Stoffes gefunden.
Gefunden wurde der Stoff Semicarbazid, der beim Aufschäumen von Kunststoffdichtungen in Metalldeckeln entsteht. Das berichtet die "Bild"-Zeitung.
In Tierversuchen wirke die Substanz krebserregend, habe die Organisation gewarnt. Ausgerechnet die Babynahrung von Bio-Herstellern (Martin Evers Naturkost "Gemüsereis mit Pute" und "Milder Blattspinat mit Kartoffeln", Alete "Kartoffeln mit Mais & Bio-Hähnchen") habe schlecht abgeschnitten.
FDP-Ernährungs-Experte Hans-Michael Goldmann forderte in dem Blatt: "Wo Bio draufsteht, muss auch etwas Gesundes drin sein."
Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne) müsse schnellstens für Aufklärung sorgen, damit Babys besser geschützt würden. Alete reagierte nach Angaben der Stiftung sofort auf den Test und schraubt inzwischen andere Deckel auf die Gläser.
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