Biologische Bestimmung?: Partnerwahl: Frauen locken, Männer gucken
VON DIRK GRUPE - zuletzt aktualisiert: 30.10.2006 - 14:29Düsseldorf (RP). Forscher haben herausgefunden: Männer schauen sechs Monate ihres Lebens Frauen nach. Frauen jedoch mustern Männer nur vier Wochen ihres Lebens - und entscheiden am Ende über Liebe und Leidenschaft. Manche nennen es schlicht ihr "Hobby", andere reden von "biologischer Bestimmung" oder auch "Sucht"...
Männer schauen Frauen nach. Immer und überall, sie müssen es, sie können gar nicht anders. Womit beide Geschlechter schon lange leben und leben müssen, haben Forscher nun auf Punkt und Komma ausgerechnet. Volle sechs Monate seiner Lebenszeit verbringt der Durchschnittsmann damit, den Frauen hinterherzuschauen. Die Angehimmelte, auch das brachte die Umfrage unter 2.000 Männern und Frauen ans Licht, dreht derweil ihren Kopf lieber weg oder zeigt schlicht die kalte Schulter: Denn Frauen sehen Männer nur ganze vier Wochen ihres Lebens an. Ein gewaltiger Unterschied, der nicht wirklich überrascht.
Ob in Café, Kneipe, Restaurant, in der Schlange an der Supermarktkasse oder im Verkehrsstau - wenn Männer eine weibliche Silhouette erhaschen, schalten sie das Gehirn ab und die Sehnerven an. Täglich rund 16 Minuten verbringen sie mit diesem "Starr-Sinn" und lassen währenddessen acht verschiedene Frauen durch ihren "Scanner" laufen. Dabei schauen sie auf - in dieser Reihenfolge - Busen, Po und Beine. Nach Begutachtung fällt die Entscheidung: Top oder Flop. Klingt zynisch und das ist es wohl auch. Das Sprichwort "Die Augen sind der Spiegel der Seele" bekommt so eine ganz neue Bedeutung. Doch viele Frauen, seien wir ehrlich, sind nicht ganz unschuldig an diesem Spiel der Reize, meinen Experten.
Sie tun nämlich oft genug alles, um bei den Herren der Schöpfung ins Visier zu geraten. Die holde Weiblichkeit hebt den Kopf, wiegt die Hüfte, spielt gedankenverloren mit den Händen im Haar und schlägt die Augen, ja auch das, verführerisch auf. Hauptsache attraktiv erscheinen. Nur wehe der eigene Lebensabschnittsgefährte fällt auf die optischen Verführungskünste einer anderen rein - dann gibt es Zoff. Jeder dritte Mann hat wegen eines schweifenden Blickes schon einmal Ärger mit seiner Liebsten bekommen. Betroffene werden nun verwundert fragen: "Nur jeder dritte?" Sehen und gesehen werden; am Ende handelt es sich einmal mehr um eine Folge zum unerschöpflichen Thema: Männer sind anders, Frauen auch. Das mit den Unterschieden der Geschlechter ist wohl auch gut so - vor allem für die Frauen.
Studien belegen nämlich, dass die ersten Flirt-Signale von der Frau ausgehen. Sucht sie nicht den Augenkontakt und gib damit das Startsignal, dann klappt es auch nicht mit dem Flirt. Da kann Mann noch solange glotzen.
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