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Studie: Pessimisten leben länger

zuletzt aktualisiert: 28.02.2013 - 15:51

Berlin (RPO). Pessimisten leben länger. Allzu großer Optimismus im Alter kann einer aktuellen Studie zufolge zu einem erhöhten Erkrankungs- und Sterblichkeitsrisiko führen.

 Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), der Humboldt-Universität Berlin und der Universität Zürich.  Die Forscher analysierten für ihre Studie Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), die zwischen 1993 und 2003 erhoben wurden. Die Befragten hatten jedes Jahr angegeben, wie zufrieden sie aktuell mit ihrem Leben waren und wie zufrieden sie in fünf Jahren zu sein glaubten. Die Forscher überprüften dann, ob die Erwartungen später der Realität entsprachen.

Achten Pessimisten mehr auf ihre Gesundheit?

Schätzten die älteren Teilnehmer ihre zukünftige Zufriedenheit überdurchschnittlich hoch ein, so erhöhte sich ihr Risiko für körperliche Beschwerden und das Risiko zu sterben um etwa zehn Prozent. "Möglicherweise ermuntern pessimistische Zukunftserwartungen die Senioren dazu, noch besser auf die eigene Gesundheit zu achten und sich vor Gefahren zu schützen", erklärte Frieder Lang von der Uni Erlangen-Nürnberg, einer der Autoren der Studie.

Im Gegensatz zu den älteren Menschen zeichneten junge Erwachsenen laut Studie meist ein unrealistisch rosiges Bild von ihrer Zukunft. Menschen im mittleren Erwachsenenalter dagegen waren weitgehend realistisch. Je älter die Befragten waren, umso pessimistischer schätzten sie ihre Zukunft ein.

Überrascht hat die Forscher demnach, dass die Befragten umso pessimistischer in die Zukunft sahen, je stabiler ihre Gesundheit und je höher ihr Einkommen war. Dies sei möglicherweise ein Indikator dafür, dass diese Menschen sensibler sind für die Begrenztheit ihrer verbleibenden Zeit, erklärte Lang. Zudem achteten sie womöglich eher darauf, ihren gegenwärtig guten Status zu erhalten als auf künftige Besserung zu hoffen. Die Forschungsergebnisse wurden online in der renommierten Zeitschrift "Psychology and Aging" veröffentlicht.

Quelle: AFP/anch

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