Elfjähriger Junge gestorben: Pestausbruch in Algerien
zuletzt aktualisiert: 20.06.2003 - 15:57Algier/Paris (rpo). Bei einem Pestausbruch in Algerien sind bisher zehn Menschen an der Seuche erkrankt. Ein elfjähriger Junge sei bereits Anfang Juni gestorben, meldete der Rundfunksender Radio France Internationale.
Die anderen Kranken würden in einer Klinik der westlich von Algier gelegenen Stadt Oran behandelt. Die Behörden stellten den Heimatort der Patienten bei Oran unter Quarantäne.
Die Pest tritt sporadisch in verschiedenen Gebieten Afrikas, Amerikas und Asiens auf. In Algerien war sie seit 40 Jahren nicht mehr vorgekommen. Der Erreger wird durch Ratten und deren Flöhe übertragen. Auch eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch ist möglich. Die Krankheit kann mit Antibiotika behandelt werden, es gibt auch eine vorbeugende Impfung. Im Jahr 1999 registrierte die Weltgesundheitsorganisation WHO 2603 Pest-Fälle in 14 Ländern, darunter 212 Tote.
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