Schwere hygienische Mängel: Pilzerreger in Leihschlittschuhen entdeckt
zuletzt aktualisiert: 25.11.2007 - 15:52Köln (RPO). Schwere hygienische Mängel hat eine Untersuchung von Leihschlittschuhen aus fünf nordrhein-westfälischen Eissporthallen aufgedeckt. In jeder zweiten Stichprobe wurde Pilzbefall festgestellt. Die Pilsporen können gesundheitsschädlich sein.
In jeder zweiten der vom WDR-Wirtschaftsmagazin "markt xl" in Auftrag gegebenen Stichproben fand der Berliner Infektionsepidemologe Hans-Jürgen Tietz einen Befall mit Fuß-, Nagel- oder sogar Vaginalpilzen, wie der WDR am Sonntag mitteilte. Für die Untersuchung waren in Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen und Oberhausen insgesamt 25 Wischproben genommen worden.
In 13 Fällen war das beauftragte Fachlabor anschließend fündig geworden, wobei manche Proben sogar mehrere unterschiedliche Krankheitserreger enthielten.
So hätten sich in einigen Leihschlittschuhen nicht nur Fußpilzsporen, sondern auch solche des Haut- und Vaginalpilzes Candida albicans eingenistet, berichtete der WDR. Alle gefundenen Pilzarten wanderten durch die Strümpfe hindurch und könnten etwa durch Berührungen zwischen Hand und Fuß auch andere Körperpartien erreichen.
Um eine Übertragung von Pilzerkrankungen zu verhindern, müssten Leihschlittschuhe nach jedem Tragen gründlich bis in den letzten Winkel mit einer Desinfektionslösung eingesprüht werden, erklärte Tietz den Angaben zufolge. Fast alle Eissporthallen hätten jedoch erklärt, die Schuhe würden nur einmal täglich desinfiziert.
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