Madenwürmer: Quälendes Jucken im Analbereich
zuletzt aktualisiert: 09.03.2005 - 09:29München (rpo). Viele sind davon betroffen, aber das Thema wird aus Scham eher totgeschwiegen: Jucken im Analbereich. Der erste Gedanke geht bei den Betroffenen in Richtung Hämorrhoiden. Aber auch Madenwürmer können für die Qualen verantwortlich sein. Und bei deren Beseitigung ist Sorgfalt oberste Pflicht.
Vor einer möglichen Therapie sollte deshalb unbedingt die Ursache untersucht werden, schreibt das Magazins "Ärztliche Praxis". Madenwürmer (Enterobius vermicularis) lassen sich besonders gut an ihren "Spuren" erkennen.
Die Würmer legen von einer Proteinschicht umhüllte Eier ab, die an Haut und Unterwäsche haften, aber auch auf Staub und Spielsachen. Bei Verdacht kann der Arzt den Wurmbefall durch eine Stuhlprobe nachweisen.
Auch wenn Kinder besonders häufig befallen werden, bleiben Erwachsene keineswegs verschont. Etwa fünf bis sechs Wochen nach der oralen Aufnahme besiedeln die Madenwürmer den unteren Dünndarm und die Dickdarmschleimhaut. Wurminfizierte klagen über Juckreiz in der Analregion, der besonders nachts auftritt.
Damit Infizierte die Eier nicht weitertragen, hilft den Angaben nach das Abdecken des Analbereiches mit Vaseline. Parallel dazu sollte eine medikamentöse Therapie erfolgen. Damit aber nicht sofort ein Wiederbefall erfolgt, muss auch die Umgebung von den Würmern und ihren Larven befreit werden.
Bettwäsche und Handtücher sollten deshalb häufig gewechselt und bei hohen Temperaturen - am besten 95 Grad Celsius - gewaschen werden. Nicht kochbare Synthetikwäsche kann bei minus 20 Grad in den Tiefkühlschrank gelegt werden, um die Wurmeier abzutöten.
Generell gilt bei Wurmbefall, die Fingernägel kurz zu schneiden und die Analregion häufig zu waschen, besonders nach dem Stuhlgang. Danach ist selbstverständlich auch sorgfältiges Waschen der Hände Pflicht. Die Toilette sollte zudem häufig mit heißem Wasser gereinigt werden.
Besondere Vorsicht gilt beim Bettenmachen, denn hier ist eine Staubinfektion möglich. Die Matratze muss deshalb mit einem Desinfektionsmittel eingesprüht werden.
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