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Zahl der jugendlichen Erstkonsumenten steigt: Rauchen als Einstiegsdroge fürs Kiffen

zuletzt aktualisiert: 28.06.2004 - 13:51

Hamburg (rpo). Immer mehr Jugendliche machen Erfahrungen mit illegalen Drogen. Allein in Hamburg hat sich die Zahl der jugendlichen Erstkonsumenten seit 1997 verdoppelt. Dabei scheint bei vielen das Zigarettenrauchen als Einstiegsdroge herzuhalten.

44 Prozent der 15- bis 17-Jährigen gaben in einer am Montag veröffentlichten Studie des Hamburger Senats an, mindestens einmal im Leben eine oder mehrere illegale Drogen - meist Cannabis - probiert zu haben.

Dabei scheint das Zigarettenrauchen eine Art Einstiegsdroge fürs Kiffen zu sein: 77 Prozent der Raucher haben nach eigenen Angaben bereits Cannabis-Erfahrungen, gegenüber fünf Prozent bei Nichtrauchern.

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig zeigte sich bei der Vorstellung der Studie sehr beunruhigt. "Ich werde mich deshalb für ein absolutes Rauchverbot in Schulen stark machen", kündigte sie an. Auch das Rauchen in der Pause vor der Schule müsse tabuisiert werden.

"Und wir müssen ein Bewusstsein in der gesamten Schulöffentlichkeit dafür schaffen, dass auch Klassenfahrten, Schulfeste und andere Veranstaltungen außerhalb des Unterrichts keinen Gelegenheiten für Rauschmittelerfahrungen inklusive Alkohol sein dürfen."

Der Studie zufolge belassen es rund 60 Prozent derjenigen, die schon einmal Cannabis genommen, bei einem Probierkonsum. Für eine Gruppe von etwa fünf Prozent habe aber das Rauscherlebnis seinen "Event-Charakter" verloren und ist den Autoren zufolge der Selbstverständlichkeit eines häufigen "Bedröhntseins" gewichen.

Diese Gruppe der stark konsumierenden Jugendlichen sei durchweg schlechter in der Schule und spürbar unzufriedener mit sich selbst, der eigenen Familie und dem Leben insgesamt.

Für die Studie wurden rund 3.800 Hamburger Schüler ab der achten Klasse befragt.


 
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