Frühes Alarmzeichen: Schriftbild kann auf Parkinson hinweisen
zuletzt aktualisiert: 22.02.2006 - 09:35Neuss (rpo). Eine verkrampfte, zittrige Handschrift kann schon früh auf eine Parkinson-Erkrankung hindeuten. Wie Curt Beil vom Bundesverband Deutscher Neurologen (BDN) erklärt, sei das Schriftbild kleiner und unregelmäßiger als gewohnt, "besonders am Ende einer Zeile oder Seite".
Angehörigen falle meist auch auf, dass die Betroffenen leiser als sonst sprechen, aus nichtigen Anlässen gereizt reagieren und sich immer mehr zurückziehen. "Zudem nimmt die Mimik langsam ab, die Gesichtszüge verlieren an Ausdruck", so Beil.
Parkinson-Kranke selbst fühlen sich anfänglich oft müde und zittrig. Ihre Gelenke und Muskeln versteifen, Bewegungen fallen ihnen schwer: Aufstehen, Waschen, Ankleiden und Essen dauern viel länger als früher. "Summieren sich diese unspezifischen Anzeichen, sollte die Ursache von einem Neurologen abgeklärt werden", rät Beil. Bestätigt sich der Verdacht auf Parkinson, dürfen die Betroffenen nicht zu sehr mit ihrem Schicksal hadern. Wenn sie die körperlichen Einschränkungen in den Alltag einbeziehen, kann dies - zusammen mit einer Medikamentengabe - das Leben mit der Erkrankung deutlich erleichtern, empfiehlt der Neurologe aus Köln.
Das Parkinson-Syndrom, auch als "Schüttellähmung" bekannt, gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Nervensystems. In Deutschland leiden etwa 150.000 bis 200.000 Menschen daran. Das durchschnittliche Alter bei Diagnosestellung beträgt 55 Jahre. Nur 5 bis 10 Prozent der Erkrankungen treten vor dem 40. Lebensjahr auf.
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