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Krankenhaus-Knigge: So gelingt der Klinikaufenthalt

VON JESSICA KAMES - zuletzt aktualisiert: 29.12.2012 - 12:31

Düsseldorf (RPO). Ein Aufenthalt im Krankenhaus ist für viele keine schöne Angelegenheit. Fremde Gerüche und das enge Zusammensein mit anderen Kranken sind für Patienten, Angehörige und Freunde häufig unangenehm und ungewohnt. Damit der Krankenhausaufenthalt nicht zum Fauxpas wird haben wir die wichtigsten Verhaltensregeln und "No-go's" für Patient und Besucher zusammengefasst.

Es beginnt schon mit der Anrede des Krankenhauspersonals. Bezeichnungen wie „Schwester Gisela“ sind nicht mehr unbedingt aktuell. Krankenpflegerinnen sind die einzige Berufsgruppe, die sich mit Vornamen anreden lässt. Doch es gibt eigentlich keinen Grund dafür. In vielen Krankenhäusern gibt es mittlerweile Dienstanweisungen, das Pflegepersonal mit Nachnamen anzusprechen. Als Patient sollte man bei der Begrüßung deshalb genau darauf achten, wie sich das Pflegepersonal vorstellt.

Ein zu kurzer Besuch kann genauso falsch sein wie ein zu langer

Für Besucher gilt: Eine kurze Stippvisite vermittelt den Eindruck, nur eine Pflichtübung zu absolvieren. Ein zu langer Besuch kann den Erkrankten manchmal zu sehr anstrengen. Die richtige Dauer für einen Krankenhausbesuch liegt bei 30 bis 60 Minuten.

Gruppenbesuche sollten möglichst vermieden werden. Die Krankenzimmer sind zum einen nicht auf Besuchergruppen eingerichtet zum anderen stört der steigende Lärmpegel auch die Zimmergenossen. Festgelegte Besuchszeiten gibt es in Krankenhäusern kaum mehr, jedoch sollte auf den Tagesrhythmus, der im Krankenhaus von medizinischen Behandlungen, Arztvisiten und Mahlzeiten bestimmt wird, Rücksicht genommen werden. Am besten ist es, auf Nummer sicher zu gehen und den Patienten selbst zu fragen, wann ein Besuch willkommen ist.

Vor dem Betreten eines Zimmers sollte aus Höflichkeit angeklopft und auf das „Herein“ gewartet werden. Es gehört sich, alle Anwesenden zu begrüßen und wer häufiger zu Besuch ist kann sich auch kurz den anderen Patienten vorstellen.

Stundenlanges Telefonieren ist unhöflich

Fast in jedem Krankenhaus funktionieren die Fernseher nur noch über Kopfhörer. Aber auch das stumme Bild stört unfreiwillige Mitgucker. Spätestens gegen 22.30 Uhr sollten die Fernsehgeräte ausgeschaltet sein. Gegen den Gebrauch von Handys ist technisch nicht einzuwenden, jedoch sollte man stundenlange Gespräche meiden. Das gilt natürlich auch für Besucher. Außerdem ist man ja nicht zum Telefonieren zu Besuch.

Ein farbiger Blumenstrauß im tristen Krankenzimmer kommt oft gut an. Vasen sind in Krankenhäusern allerdings Mangelware. Sinnvoll ist es hier, gleich eine Vase mit zu schenken. Topfblumen sind in Krankenhäusern grundsätzlich verboten, da Blumenerde eine Infektionsquelle für kranke und geschwächte Menschen sein kann.

Lebensmittel wie Obst, Knabberzeug oder Süßigkeiten und Getränke sollte man nicht schenken, wenn der Patient Diätvorschriften einhalten muss. Alkoholische Getränke und Tabak sind in Krankenhäusern tabu.
 

Quelle: anch/das

 
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