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Katerfrühstück
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Silvester gut überstehen: Tipps und Tricks gegen den Kater

VON TANJA WALTER - zuletzt aktualisiert: 01.01.2013 - 13:13

Marburg/Berlin (RPO). Auch tierliebe Menschen können ihm nichts abgewinnen: Der Kater am Morgen nach der durchfeierten Nacht hat keine Freunde. Kopfschmerz, Übelkeit und Schwindel sind die klassischen Symptome. Hier erfahren Sie, wie Sie ihm aus dem Weg gehen können. 

Der Kopf dröhnt, der Magen ist flau und alles dreht sich - nach übermäßigem Alkoholgenuss sind das klassische Anzeichen für einen Kater. Wenn gefeiert wird, ist oft Alkohol mit dabei, doch das Gläschen zu viel rächt sich spätestens am nächsten Morgen. Hier finden Sie Tipps gegen den Kater.

Kater und Kater ist zweierlei

Auch wenn der Kater nach Silvster eher unbeliebt ist: Den schmusigen Tieren macht das nichts aus, denn sie teilen sich den Namen lediglich mit einem Begriff, der sich ableitet von der medizinischen Bezeichnung „Katarrh“. Das bedeutet soviel wie Schleimhautentzündung oder Erkältung. Die Bezeichnung stammt ursprünglich aus der studentischen Umgangssprache des 19. Jahrhundert und ist scherzhaft abgeleitet von "Katarrh", der jedoch mit den alkoholbedingten Symptomen nicht vergleichbar ist.

"Ursache für den Kater sind der Flüssigkeitsverlust im Körper, mit dem auch wichtige Mineralstoffe verloren gehen. Das verursacht vor allem Kopfschmerzen und Übelkeit", erklärt Thomas Ebel, Arzt im AOK-Bundesverband.

Was die Beschwerden verstärkt

Um dem vorzubeugen, sollte man zwischendurch auch zu nichtalkoholischen Getränken greifen. Am besten eignet sich kohlensäurearmes Mineralwasser. Außerdem empfiehlt es sich, nicht durcheinander zu trinken und bei einer alkoholischen Getränkesorte zu bleiben, denn die verschiedenen Begleitstoffe und Abbauprodukte verstärken die Beschwerden am nächsten Tag. Besonders Hochprozentiges sollte man mit Vorsicht genießen. Das gilt auch für zuckerreiche, warme oder kohlensäurehaltige Alkoholsorten wie Schnäpse, Cocktails, Glühwein oder Sekt.

Das hemmt die Aufnahme von Alkohol

Alkohol auf einen leeren Magen, das ist tabu. Denn der Alkohol wird besonders leicht über die Darmschleimhaut vom Körper aufgenommen, wenn er auf einen leeren Magen-Darm-Trakt trifft. Deshalb empfiehlt das Deutsche Grüne Kreuz vor dem Alkoholgenuss auf jeden Fall eine fettreiche Mahlzeit einzunehmen. Käsefondue ist ausnahmsweise für diesen Zweck genau die richtige Speise. Das Fett hemmt nämlich die Aufnahme des Alkohols ins Blut. In der langen Silvesternacht sind auch kleine Snacks wie Salzstangen, Käsehäppchen, Oliven oder Nüsse hilfreich. Außerdem vermindert langsames Trinken die Wirkung des Alkohols.

Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen rät dazu, dem Körper schon vor dem Feiern einen ausreichenden Mineralstoffvorrat zu gönnen. So sei es besser, den berühmten Rollmops vor dem Katzenjammer zu verzehren oder Magnesium in Form von Brausetabletten einzunehmen.

Frauen speichern Alkohol besser

Wie schnell man bei einem Gelage betrunken wird, das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Frauen vertragen zum Beispiel Alkohol schlechter als Männer. Sie verfügen über mehr Fettgewebe im Vergleich zum Muskelgewebe, das wie ein Alkohol-Depot wirkt: Es speichert ihn und gibt ihn kontinuierlich ins Blut ab. Zudem spielt das Körpergewicht eine entscheidende Rolle.

Im Schnitt sinkt der Alkoholspiegel im Blut pro Stunde um rund 0,15 Promille. Das heißt 0,15 bis 0,2 Liter Bier oder 0,1 bis 0,15 Liter Wein werden in einer Stunde vom Körper abgebaut. Allerdings setzt der Abbau des Alkohols im Blut erst verzögert ein, also nicht unmittelbar nach dem Genuss.

Ein Spaziergang und Honig können helfen

Wen dennoch am Neujahrsmorgen der Kater quält, der sollte vor allem den Flüssigkeitshaushalt auffüllen und stilles Mineralwasser oder Saftschorlen trinken. Dazu gehört auch ein ausgiebiges Frühstück. Salzige und saure Speisen wie Matjes oder eine Brühe liefern Mineralstoffe, die durch den Alkohol ausgeschwemmt wurden.

Mit Honig kann man angeblich die Kater-Kopfschmerzen auch prima bekämpfen. Vor dem ersten Gläschen und auch danach sollte man ein bisschen Honig essen. Im Gegensatz zu anderen Zuckerquellen enthalte Honig nämlich Fruktose, die beim Stoffwechsel mit Alkohol konkurriert, wie das Deutsche Grüne Kreuz aus einer US-Studie zitiert.

Ein Spaziergang an der frischen Luft hilft dabei, den Kater zu vertreiben. Weitere Tipps, um den Kater zu vertreiben, finden Sie hier.

Quelle: rm/top/anch/sap
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