Deutschland: Trinkwasser häufig mit Keimen belastet
zuletzt aktualisiert: 28.09.2010 - 06:33Essen (RPO). Das Trinkwasser in Deutschland weist offenbar in vielen Fällen gesundheitsgefährdende Keime auf. Untersucht wurden öffentliche Gebäude wie Kindergärten, Kasernen und Kliniken.
Wie die "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" in Essen berichtet, ist dies das Ergebnis von über 20.000 Wasserproben der Gesundheitsämter, die das Trinkwasser in öffentlichen Einrichtungen zwischen 2003 und 2009 unter anderem auf Krankheitserreger wie Legionellen und weiteren Bakterien untersuchten.
Laut einem der Zeitung vorliegenden Befund fanden sich in 2908 der 22.786 Warmwasserproben Legionellen, in 102 von 3468 Proben "Pseudomonaden", also Bakterien, die Lungenentzündungen, Harnwegsinfekte oder Entzündungen bei Brandwunden hervorrufen können. Diese Keime können vor allem für Säuglinge, kranke und alte Menschen gefährlich werden.
Die Proben wurden dem Bericht zufolge von Gesundheitsämtern in ganz Deutschland genommen - die Uni Duisburg-Essen hat die Gesamtauswertung koordiniert.
Allerdings sei die Kontrolldichte wegen der personellen Ausstattung der Gesundheitsämter gering, kritisierte der damit befasste Professor Hans-Curt Flemming. Insgesamt müssen die Behörden fast 40.000 öffentliche Gebäude kontrollieren.
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