Drohender Ärztemangel: Ulla Schmidt fordert einheitliches Honorarsystem
zuletzt aktualisiert: 24.08.2005 - 06:53Dortmund (rpo). Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat sich in der Diskussion über einen drohenden Ärztemangel in Ostdeutschland für ein einheitliches Honorarsystem für Ärzte ausgesprochen. "Das ist schon lange meine Auffassung", erklärte Schmidt gegenüber den "Ruhr Nachrichten".
Denn jeder Arzt und jede Ärztin müssten wissen, was sie verdienen, wenn sie ihre Leistung erbringen. Das bisherige Honorarsystem mit Punktwerten hätte schon lange abgeschafft werden müssen, betonte Schmidt. Die ärztliche Selbstverwaltung sei hier aber nicht "im verabredeten Zeitplan".
Entschieden wehrte sich die Ministerin gegen den Vorwurf, Grund für den befürchteten Ärztemangel in Ostdeutschland sei die geringere Bezahlung im Vergleich zu den alten Bundesländern. Das stimme nicht.
Schmidt sagte: "Tatsächlich hat der durchschnittliche Umsatz eines Vertragsarztes im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung 97,6 Prozent des Westniveaus erreicht." Konkret seien das nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung 182.237 Euro im Osten und 186.697 Euro im Westen.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hatte ein Sofortprogramm in dreistelliger Millionhöhe gegen den Ärztemangel in Ostdeutschland gefordert.
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