In Lebensmitteln: Umweltchemikalien schädigen Fruchtbarkeit von Sperma
zuletzt aktualisiert: 01.07.2005 - 07:15Kopenhagen (rpo). Die Fruchtbarkeit von Sperma kann offenbar durch Inhaltsstoffe aus alltäglichen Gebrauchsartikeln und Lebensmitteln geschädigt werden. So reagiert menschliches Sperma auf den in Soja und Hülsenfrüchten enthaltenen Stoff Genistein sehr empfindlich und sogar stärker als das von Mäusen.
Während bereits frühere Forschungen einer britischen Biologin gezeigt hatten, dass bestimmte Östrogen-ähnliche Stoffe die Funktion von Mäusesperma beeinträchtigen, ergab eine neue Studie nun, dass sich die Substanzen in Kombination noch wesentlich stärker auswirken.
Die Wissenschaftlerin Lynn Fraser vom Londoner King's College testete die drei Stoffe Genistein, das in Hopfenfrüchten enthaltene 8-Prenylnaringenin sowie die in Farben und Pestiziden vorkommende Substanz Nonylphenol.
"Wir fanden heraus, dass kleine Mengen dieser drei Xenobiotika in Kombination Sperma wesentlich stärker beeinflusste als einzeln", betonte Fraser auf einer Fachtagung in Kopenhagen. Insbesondere verhindern die Stoffe die Fähigkeit von Spermien, in die Eizelle einzudringen.





