Erbrechen oder Durchfall spielen für die Wirksamkeit keine Rolle: Verhütungspflaster fast so sicher wie die Pille
zuletzt aktualisiert: 26.03.2004 - 13:39Neu-Isenburg (rpo). Verhütungspflaster, die seit etwa einem Jahr auf dem Markt sind, erzielen fast denselben Schutz gegen ungewollte Schwangerschaften wie die Anti-Baby-Pille - ohne deren Nachteile zu haben.
Die neuere Methode habe mehrere Vorteile, berichtete Cosima Brucker vom Universitätsklinikum Ulm in der "Ärzte-Zeitung". So gebe das Pflaster über die Haut kontinuierlich einen gleichmäßigen Wirkstoffspiegel im Blut ab. Da die Wirkstoffe nicht in den Magen-Darm-Trakt gelangten, werde die Verhütung nicht durch Erbrechen oder Durchfall beeinträchtigt.
Auch die Anwendung sei sehr zuverlässig, erklärte die Expertin. Das mit Hormonen angereicherte Verhütungspflaster müsse drei Wochen lang alle sieben Tage gewechselt werden. Die Menstruation könne dann in der pflasterfreien vierten Woche erfolgen.
Gute Klebestellen für das Pflaster seien Po, Bauch, die Außenseite der Oberarme und der Oberkörper mit Ausnahme der Brüste. Man brauche auch keine Bedenken haben, dass sich das Hormonpflaster wieder ablöse.
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