"Blutdruck und Puls sinken, Muskelverspannungen nehmen ab": Verzeihen ist gesund
zuletzt aktualisiert: 06.05.2004 - 14:49Hamburg (rpo). Wer verzeihen kann, lebt besser. Besonders erstaunlich ist dabei, "dass es schon ausreicht, sich vorzustellen, jemandem zu vergeben", so der Psychologe Frederic Luskin.
Das berichtet die Zeitschrift "Brigitte". Luskin ist Dozent und Mitbegründer des "Forgiveness"-Projekt an der kalifornischen Stanford-Universität. "Als Folge sinken der Blutdruck und der Puls, Muskelverspannungen nehmen ab."
Verzeihen reduziere sämtliche Stresssymptome von Kopf- bis Magenschmerzen bis hin zu Müdigkeit und Schwindel, so der Wissenschaftler weiter.
Infolgedessen klagten Menschen, die verzeihen könnten, über weniger Gesundheitsbeschwerden als jene, die nachtragend seien.
Luskin und Kollegen führten in Stanford die mit gut 260 Teilnehmern bisher größte Studie über das Vergeben durch. Die Probanden - allesamt aus verschiedensten Gründen verbittert oder gekränkt - erhielten eineinhalb Monate lang je 90 Minuten Vergebungsunterricht pro Woche.
Neben der körperlichen verbesserte sich auch die seelische Verfassung der Teilnehmer nachhaltig: Noch Monate nach dem Verzeihenskurs fühlten sich Männer wie Frauen vitaler und optimistischer.
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