Zusammenhang zwischen Rauchen und Hirnblutung: Von Forschern nachgewiesen
zuletzt aktualisiert: 21.03.2003 - 12:40Münster/Boston (rpo). Eine Schachtel Zigaretten pro Tag verdoppelt das Risiko für Hirnblutungen.
Das geht aus einer Langzeitstudie mit 22.000 Ärzten in den USA hervor, an der Wissenschaftler der Universität Münster beteiligt waren. Wie das Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin am Freitag weiter mitteilte, galt Rauchen bislang als Risikofaktor für den Hirninfarkt - häufigste Ursache für Schlaganfälle. Ein Zusammenhang mit Hirnblutungen als der zweithäufigsten Form des Schlaganfalls war dagegen umstritten.
Die neuen Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen Rauchen und Schlaganfall ergeben sich nach Hochschulangaben aus der Gesundheits- Studie "Physicians' Health Study". Dabei war zwischen 1982 und 2002 der Gesundheitszustand von mehr als 22.000 Ärzten in den USA beobachtet worden.
Das Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin des Universitätsklinikums Münster und die Harvard Medical School in Boston haben das Datenmaterial zu neurologischen Erkrankungen ausgewertet und bereits einen deutlichen Zusammenhang zwischen Übergewicht und einem Schlaganfall feststellen können.
Wie der Münsteraner Neuroepidemiologe Klaus Berger erläuterte, werden 15 bis 20 Prozent aller Schlaganfälle durch Hirnblutungen ausgelöst. Im Vergleich zu den Nichtrauchern hatten diejenigen Ärzte, die bis zu einer Schachtel Zigaretten pro Tag rauchten, ein um 60 Prozent erhöhtes Risiko für das Auftreten einer Hirnblutung. Bei starken Rauchern, die mehr als eine Schachtel am Tag konsumierten, war das Risiko sogar um 2,1fach erhöht. Die Ergebnisse der Studie seien in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Stroke" der amerikanischen Herz-Kreislauf-Gesellschaft veröffentlicht worden.
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