Wechselwirkungen: Warum Johanniskraut nicht immer harmlos ist
zuletzt aktualisiert: 31.10.2005 - 09:13Frankfurt/Main (rpo). Viele Menschen sehen Johanniskraut als harmlosen - da pflanzlichen - Stimmungsaufheller und nehmen die freiverkäuflichen Tabletten regelmäßig ein. Mediziner warnen hingegen vor teilweise gefährlichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Besonders Leute mit Problemen beim Fettstoffwechsel müssen aufpassen.
Das frei verkäufliche pflanzliche Arzneimittel zur Stimmungsaufhellung regt in der Leber ein Entgiftungssystem an, das andere Wirkstoffe beeinflussen kann, wie der Direktor des Instituts für Experimentelle und Klinische Pharmakologie der Universitätsklinik Hamburg Eppendorf, Thomas Eschenhagen, im Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber" berichtet.
Gut bekannt sei dies unter anderem bei bestimmten Cholesterinsenkern, bei einigen blutgerinnungshemmenden Medikamenten und bei der Anti-Baby-Pille. Daher müsse unbedingt der Arzt über die Johanniskraut-Einnahme informiert werden, wenn gleichzeitig eine andere Erkrankung medikamentös behandelt werde.
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