Die richtige Therapie: Was wirklich gegen Pickel hilft
zuletzt aktualisiert: 19.01.2006 - 07:22Landau (rpo). Pickel und Mitesser sehen nicht nur unschön aus: Nach einer starken Akne können im Gesicht sogar Narben zurückbleiben. Wer darunter leidet, sollte sich daher gründlich informieren, um die richtige Therapie zu finden. Das wichtigste dabei: Erst einmal ab zum Hausarzt.
"In den meisten Fällen ist eine Kombination aus verschiedenen Therapien sinnvoll", sagt Dermatologe Klaus Fritz aus Landau. "Vor der Behandlung von Pickeln ist ein Besuch beim Hautarzt ratsam", betont Fritz. "Er kann am besten entscheiden, welche Maßnahmen getroffen werden können und welche Pflegeprodukte oder Arzneimittel geeignet sind. Denn das ist bei jedem Hauttyp und bei jeder Akneform unterschiedlich."
So können kosmetische Mittel ein erster Schritt zur Akne-Bekämpfung sein. "Die Wirkung ist aber grundsätzlich limitiert", betont Fritz. In vielen Fällen sei allerdings eine medikamentöse oder physikalische Behandlung nötig, um dauerhaft etwas gegen die Pickel zu unternehmen. "Mittel mit dem Wirkstoff Benzolperoxyd sind mittlerweile frei in Apotheken erhältlich. Sie müssen allerdings vorsichtig verwendet werden, denn die Produkte können auch die Haut reizen oder farbige Kleidungsstücke bleichen."
Ist die akute Akne aus dem Gesicht oder am Rücken verschwunden, könne ein so genanntes Chemical Peeling helfen. Es sollte einmal pro Woche bis einmal pro Monat angewendet werden, um die Bildung neuer Mitesser zu vermindern und die bereits entstandenen Narben zu glätten.
Wenig Chancen auf Erfolg hat hingegen eine Anti-Pickel-Kur auf der Sonnenbank. "Ein bestimmter Anteil des ultravioletten Lichts hilft zwar gegen Akne. Aber gerade dieser ist im Licht des Solariums nicht enthalten", sagt Fritz.
Auch eigene Therapieversuche hätten häufig nicht den gewünschten Effekt. "Bei nicht fachgerechtem Ausquetschen von Mitessern oder Pickeln kann es zu neuen Entzündungen und Infektionen mit besonders ausgeprägten Narben kommen", warnt Fritz. "Generell kann das fachgerechte Öffnen von vorhandenen Pickeln aber sinnvoll sein, um die Therapie zu begleiten." Allerdings dürfe es nur von einer speziell ausgebildeten Kosmetikerin oder in Hautarztpraxen ausgeführt werden.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




