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Foodwatch-Test: Weniger Acrylamid im Weihnachtsgebäck

zuletzt aktualisiert: 01.12.2008 - 15:54

Berlin (RPO). Das in diesem Jahr angebotene Weihnachtsgebäck weist teilweise nur noch geringe Mengen Acrylamid auf. Das hätten aktuelle Tests gezeigt, teilte die Verbraucherorganisation Foodwatch am Montag in Berlin mit. Fast alle Hersteller hätten die krebsverdächtige Substanz weniger eingesetzt als in den Vorjahren.

Foto: Foodwatch

Seit sechs Jahren lässt Foodwatch nach eigenen Angaben Lebkuchen und Spekulatius untersuchen und veröffentlicht die Ergebnisse. Acrylamid entsteht beim Backen und steht im Verdacht, Krebs auszulösen sowie das Erbgut zu schädigen.

Laut Foodwatch wurden elf Lebkuchen-Produkte und sechs Sorten Spekulatius auf ihren Acrylamidgehalt getestet. Am höchsten belastet sei das Bioprodukt "Elisen Lebkuchen" der Firma Allos mit 570 Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm, gefolgt von "Frenzel Echte Pulsnitzer Delikatess Lebkuchen" des Herstellers Pulsnitzer.

Testsieger wurden demnach die "Grandessa Oblaten-Lebkuchen" von Bahlsen und "Favorina runde braune Lebkuchen mit Schokolade" des Discounters Lidl. Sie wiesen nur 28 Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm auf. Bei den Spekulatius hätten drei von sechs Herstellern die Belastung im Vergleich zum Vorjahr gesenkt.

"Wenn Produktnamen genannt werden, steigt der Druck auf die Hersteller", sagte der stellvertretende Foodwatch-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt. Diese positive Entwicklung lasse sich aber nicht auf die Mehrheit des Weihnachtsgebäcks übertragen. Zwar testeten viele Behörden Lebkuchen und Spekulatius auf Acrylamid, hielten die Ergebnisse und Herstellernamen aber zurück.

Für Acrylamid gibt es laut Foodwatch keinen als "sicher" geltenden Grenzwert. Der behördliche "Signalwert" für Lebkuchen liege bei 1000 Mikrogramm. Dabei könnten die Hersteller Werte unter 50 Mikrogramm erreichen. Die Bundesregierung müsse deshalb dies als Richtwert festlegen, forderte Wolfschmidt. Darüber hinaus forderte er eine Kennzeichnungspflicht über den Acrylamidgehalt auf den Packungen.

Quelle: rm

 
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