Innere Tumoren können Pigment-Erscheinungen auslösen: Wie ein Blick auf die Haut den Krebs verrät
zuletzt aktualisiert: 26.03.2004 - 12:14Neu-Isenburg (rpo). Eine innere Krebserkrankung lässt sich in einigen Fällen durch Veränderungen der Haut erkennen, noch bevor der Tumor klinisch diagnostizierbar ist. Welche Merkmale auf Krebs hinweisen können, beschrieb Dermatologe Andreas Blum jetzt in der "Ärzte-Zeitung".
Hautveränderungen könnten "dem klinisch diagnostizierbaren Tumor vorausgehen oder zeitgleich auftreten" und damit eine frühzeitige Erkennung von Krebserkrankungen ermöglichen, berichtete der Tübinger Hautarzt in der "Ärzte-Zeitung".
Verdächtig sei etwa eine verstärkte Pigmentierung, die gleichzeitig im Nacken, in den Achseln und an den Streckseiten von Armen und Beinen auftrete. Die bräunlich-schwärzlichen Papeln wiesen häufig auf eine so genannte Acanthosis nigricans maligna hin. Diese Hauterkrankung gehe oft mit einem Tumor in Magen oder Dünndarm einher.
Seltener seien pigmentierte Papeln an Lippen, Augenlidern oder im Genitalbereich zu sehen, erklärte der Arzt. Eine wandernde flächenhafte Rötung könne auf ein Bronchial- oder Adenokarzinom hinweisen. Das Muster der Rötung erinnere dabei an die Maserung eines polierten Möbelstücks.
Trete dagegen ein rasches Wachstum von Flaumhaar im Gesicht oder Nacken auf, könne ein Lungen- oder Darmkrebs dahinter stecken. Die Hautveränderungen selbst sind laut Blum kein Karzinom und keine Metastasen. Sie würden vielmehr durch Hormone oder Eiweiße aus den Tumoren hervorgerufen oder seien Ausdruck einer Immunreaktion gegen so genannte Tumorantigene.
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