"Bedeutsamer Fortschritt": Wissenschaftlern gelingt Alzheimer-Durchbruch
zuletzt aktualisiert: 06.04.2007 - 17:44Berlin (RPO). Im Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit haben Berliner Wissenschaftler nach eigenen Angaben einen "bedeutsamen Fortschritt" erreicht.
Wie die Forschungsgruppe vom Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität (FU) am Donnerstag mitteilte, fand sie in Laborversuchen einen Weg, um das Entstehen des Alzheimer-verursachenden Stoffes zu blockieren.
Ihr Forschungsansatz könnte demnach helfen, neue Medikamente zu entwickeln. Die bislang unheilbare Alzheimer-Krankkeit führt innerhalb von fünf bis zehn Jahren zum Tode. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzte die Zahl der Kranken weltweit auf 24 Millionen Menschen.
Nach Angaben des Biochemie-Professors Gerd Multhaup konnten die Forscher in Laborversuchen weitgehend die Entstehung des giftigen Amyloid-Beta-Peptids Ass42 verhindern, das Nervenzellen zerstört und damit Alzheimer verursacht. Um die Bildung des Peptids Ass42 zu blockieren, veränderten die Doktorandin Lisa Münter und die anderen Mitglieder des Teams den Zerfall der Vorläuferproteine, aus denen sich der gefährliche Stoff bildet.
Dabei entstanden kürzere, nicht mehr giftige Peptide und kaum noch das Alzheimer-verursachende Ass42. Das Verfahren wurde zum Patent angemeldet. Veröffentlicht wurde die Studie Ende vergangenen Monats in der Fachzeitschrift" The EMBO Journal".
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