Einheitsgeschmack: Zu fett, zu süß, zu salzig - "Öko-Test" probiert Kindersnacks
zuletzt aktualisiert: 17.03.2005 - 07:48Frankfurt/Main (rpo). Seit längerem schon hat die Lebensmittelindustrie Kinder und das schlechte Gewissen der Eltern entdeckt und versucht den Erziehungsberechtigten angeblich speziell auf die Bedürfnisse der Kleinen zugeschnittene Kindersnacks in den Einkaufswagen zu legen. Genaus die hat sich die Zeitschrift "Öko-Test" jetzt einmal angeschaut - mit dem zu erwartenden Ergebnis.
Viele Kindersnacks halten nicht, was sie versprechen. Die Werbung appelliert gerne an das schlechte Gewissen der Eltern - mit der Extraportion Milch oder reichlich Vitaminen, die in speziellen Kinderlebensmitteln stecken sollen.
Nach einer aktuellen Untersuchung der Zeitschrift "Öko-Test" sind die kleinen Lebensmittel für zwischendurch aber meist zu fett, zu süß oder zu salzig.
Die Tester untersuchten insgesamt 25 Produkte, die speziell für Kinder gedacht sind. Im Labor wurden unter anderem Bärchenwurst, Jogurt oder Kakaopulver unter die Lupe genommen. Das Prädikat "sehr gut" wurde nur an drei Produkte vergeben.
Bei ihnen handelt es sich den Angaben nach um Artikel, die Lebensmitteln für Erwachsene entsprechen: "Appel Fisch Minis" Brotbelag, "Frico Safari Giraffiii Gouda" und der Instant-Kakao "Rapunzel Tiger Quick".
Als "ungenügend" wurde hingegen der Kartoffelsnack "Lorenz Monster Munch Ketchup" bewertet. Kritisiert wird vor allem sein hoher Fettgehalt. Mit "mangelhaft" wurden wegen des hohen Fett- und Zuckergehalts zudem die Milchprodukte "Kelogg's Smacks Quarkige Creme und Banane-Honig" sowie der "Käpt'n Kuck Schokids Milch- & Schoko-Kinderpudding" bewertet.
Neben viel Fett, zu viel Zucker oder Salz kritisieren die Tester bei vielen Artikeln auch den Einheitsgeschmack der meisten Produkte. Gründe dafür sind die Verwendung von Geschmacksverstärkern und jede Menge künstliche Aromen. Damit werden die Kids schon früh auf den künstlichen Geschmack eingeschworen, der sie als Erwachsene vornehmlich zu Fertigprodukten greifen lässt, heißt es weiter.
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