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Warum sind jüngere Menschen mehr gefährdet als ältere?
Anders als bei der normalen saisonalen Grippe erkranken Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene häufiger an der Schweinegrippe als ältere Menschen. Offenbar haben Ältere eine gewisse Grundimmunität gegen das H1N1-Virus, weil sie in ihrem Leben schon mehr Kontakt mit Grippeviren hatten.
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Sollten Kinder geimpft werden?
Kinderärzte und die Ständige Impfkommission (Stiko) empfehlen die Schweinegrippe-Impfung grundsätzlich für Kinder ab dem sechsten Lebensmonat. Dies gilt zunächst vor allem für Kinder mit chronischen Leiden wie Asthma bronchiale, Stoffwechselerkrankungen oder Herzfehlern. Diese sollten baldmöglichst geimpft werden.
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An welchen Symptomen ist die Schweinegrippe zu erkennen?
Die Symptome ähneln denen der normalen Grippe und - bei leichtem Verlauf - einer einfachen Erkältung. Die Krankheit äußert sich durch Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Bei manchen Menschen führt sie auch zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Grippeviren können auch die tiefen Atemwege befallen. In Einzelfällen kann es dadurch auch zu gefährlichen Lungenentzündungen kommen.
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Was ist bei einer Infektion zu tun?
Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte rät dringend dazu, auch leichte Formen der Schweinegrippe gründlich auszukurieren. Kinder und Jugendliche sollten nach einem Tag Fieberfreiheit nicht schon wieder in die Schule oder Kita geschickt werden. Bei zu früher körperlicher Belastung kann es unter Umständen zu Herzmuskelentzündungen und in deren Folge zu ernsthaften Herzfehlern kommen. Deshalb gilt auch nach überstandener Krankheit: drei Wochen kein Sport.
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Wie wird die Schweinegrippe behandelt?
In erster Linie gilt Bettruhe. In besonders schweren Fällen kann der Arzt antivirale Medikamente verschreiben. Tamiflu ist in Deutschland für Kinder ab einem Jahr und Relenza für Kinder ab fünf Jahren zugelassen. Mit der Behandlung muss innerhalb von 48 Stunden nach Ausbruch der Erkrankung begonnen wird.
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Werden Kindergärten und Schulen bei Schweinegrippefällen geschlossen?
Wenn viele Kinder krank werden und sich die Schweinegrippe in der Schule oder Kita ausbreitet, ist eine vorübergehende Schließung möglich. Darüber entscheidet das jeweilige Gesundheitsamt.
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Können sich Eltern von ihrem Arbeitgeber freigeben lassen?
Ja, unter bestimmten Umständen. Hat die Schule geschlossen und fällt die Sorge für das Kind während der Schulzeit auf die Eltern zurück, dann können diese nach Auskunft des Arbeitsrechtlers Michael Felser von ihrem Arbeitgeber verlangen, dass sie freigestellt werden - unter Fortzahlung der Vergütung. Voraussetzung sei, dass sich kein anderer, etwa der Partner oder die Großeltern, um das Kind kümmern können. Fünf Tage werden laut Felser im Allgemeinen in Anlehnung an tarifvertragliche Regelungen "als noch angemessen" angesehen.
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Kann ein Kind vorsorglich zu Hause bleiben, wenn es in der Schule Krankheitsfälle gibt?
Nein. Das liegt nicht im Ermessen der Eltern. Für alle Kinder gilt die Schulpflicht, solange die Schulleitung oder die zuständigen Behörden keine anderen Regelungen treffen.