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Ab dem 26. Oktober 2009 soll mit der Impfung gegen Schweinegrippe die größte derartige Aktion in der Geschichte der Bundesrepublik beginnen. Die Diskussion über die Sicherheit und die gerechte Verteilung der Impfstoffe läuft allerdings schon auf Hochtouren. Wir beantworten im folgenden Fragen und geben Antworten zum Thema.
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Wer ist zur Impfung aufgerufen?
Zunächst sollen Beschäftigte in Gesundheitswesen und Wohlfahrtspflege, bei Polizei und Feuerwehr geimpft werden. Vorrang haben auch Menschen mit Grunderkrankungen und Schwangere. Ab Mitte November soll sich dann jeder impfen lassen können, der möchte. Eine Impfpflicht besteht nicht.
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Welcher Impfstoff wird für wen empfohlen?
Das Bundesgesundheitsministerium erklärt, alle drei zugelassenen Impfstoffe seien geprüft, sicher, wirksam und verträglich. Der Stoff Celvapan enthält keine Zusatz- und Konservierungsstoffe und gilt deshalb als verträglicher als die beiden anderen Impfstoffe, Focetria und Pandemrix. Letzterer wurde von den Ländern für die Bevölkerung bestellt. In der Kritik stehen vor allem die enthaltenen Wirkungsverstärker, sogenannte Adjuvantien, die auch Nebenwirkungen verstärken können.
Schwangeren empfehlen die Behörden derzeit eine genaue Abwägung zwischen Nutzen und Risiko einer Impfung. Die Bundesländer wollen sich bemühen, noch einen Impfstoff ohne Adjuvantien für Schwangere zu beschaffen. Kinderärzte verlangen wegen mangelnder Tests auch für Kleinkinder einen solchen Impfstoff.
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Mit welchen Nebenwirkungen ist zu rechnen?
Nebenwirkungen wie Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle sowie mehrtägige Kopf- und Gliederschmerzen sind bei jeder Grippe-Impfung möglich. Die Adjuvantien können die Nebenwirkungen verstärken. Weitere häufige Nebenwirkungen sind aber auch beim Impfstoff ohne Adjuvantien, Celvapan, Hals- und Kopfschmerzen, Schwindel, übermäßiges Schwitzen, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Schüttelfrost, Ermüdung und Fieber. Gelegentlich wurde auch von Übelkeit, Erbrechen und Hörstürzen nach der Impfung berichtet.
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Welchen Zweck haben die Adjuvantien und aus was bestehen sie?
Die Adjuvantien sollen die Immunreaktion fördern und sicherstellen, dass der Impfstoff auch gegen genetisch leicht veränderte Viren des gleichen Virusstammes wirkt. Bei den Wirkungsverstärkern handelt es sich um Öl-in-Wasser-Emulsionen, die unter anderem Squalen enthalten, eine aus Haifischleber oder pflanzlichen Ölen gewonnene Substanz. Auch Vitamin E ist enthalten sowie Polysorbat, das aus pflanzlichen Ausgangsstoffen hergestellt wird.
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Können Normalbürger auch an Celvapan herankommen, mit dem die Mitglieder der Bundesregierung und Bundeswehrsoldaten geimpft werden?
Nein. Die Bundesländer haben für die Bevölkerung insgesamt 50 Millionen Dosen Pandemrix bestellt. Nur für Schwangere wollen die Bundesländer nachträglich noch einen Impfstoff ohne Adjuvantien beschaffen, insgesamt ist an maximal 200.000 Dosen gedacht. Celvapan ist Angehörigen von Bundesregierung und Bundeswehr sowie ausgewählten Staatsdienern vorbehalten.
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Muss ich mich gegen saisonale und Schweinegrippe impfen lassen?
Nein. Empfohlen wird aber zunächst eine Impfung gegen die saisonale Grippe und an einem weiteren Termin eine gegen Schweinegrippe. Gegenanzeigen seien grundsätzlich nicht bekannt.
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Wie viel kostet die Impfaktion, wer bezahlt sie?
Für die Patienten ist die Impfung kostenlos, es werden auch keine Praxisgebühren fällig. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen; sollten sich aber mehr als die Hälfte ihrer Mitglieder impfen lassen, muss der Staat einspringen. Die gesetzlichen Kassen wollen auch dann finanzielle Rückforderungen an die Länder stellen, wenn der georderte Impfstoff nicht verbraucht wird und sich nicht weiter verkaufen lässt. Ingesamt kosten die bestellten 50 Millionen Dosen rund eine Milliarde Euro.