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Das
Robert Koch Institut liefert einen Überblick über die wichtigsten Informationen zur Schweinegrippe.
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Was ist Schweine-Influenza?
Die Schweinegrippe ist eine durch Influenzaviren des Typs A verursachte Atemwegs-Erkrankung von Schweinen. Es kam bereits in der Vergangenheit regelmäßig zu Ausbrüchen unter Schweinen verursacht durch diese Viren. Die Erkrankungsrate bei Schweinen ist hoch, die Sterblichkeitsrate jedoch niedrig. Das Virus zirkuliert während des gesamten Jahres, die meisten Ausbrüche finden aber im Herbst und Winter statt, ähnlich der menschlichen Influenza. Die klassischen Schweineinfluenza-Viren (Influenza-Subtyp A H1N1) wurden erstmalig im Jahr 1930 isoliert.
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Können Schweinegrippe-Viren auf den Menschen übertragen werden?
Schweinegrippe-Viren infizieren Menschen normalerweise nicht, sporadische Infektionen beim Menschen sind jedoch bekannt. Meist traten Infektionen bei Menschen auf, die direkten Kontakt zu Schweinen hatten. Es gibt aber auch Kenntnis darüber, dass Mensch zu Mensch Übertragungen möglich sind.
Welche Gefahr besteht für den Menschen?
Die derzeit grassierende Variante des Schweinegrippe-Virus A/H1N1 hat laut Weltgesundheitsorganisation das Potential zu einer weltweiten Epidemie, da das Virus auch von Mensch zu Mensch übertragen wird. Bei vorherigen Virusvarianten kam dies nur äußerst selten vor. Anders als etwa bei der Vogelgrippe infizieren sich zudem nicht vornehmlich Kinder, alte und andere geschwächte Menschen, sondern insbesondere junge Erwachsene mit guter Gesundheit mit der Schweinegrippe.
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Was macht das Virus so gefährlich?
Weil sich der Erreger durch genetische Anpassung ("Genmutation") ständig verändert. Der derzeitige Virus wurde laut der WHO noch nie zuvor nachgewiesen. In ihm sind zwei Stämme der Schweinegrippe und je ein Stamm von Vogelgrippe und der Grippe beim Menschen kombiniert.
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Welche Symptome treten beim Menschen auf?
Die Symptome der Schweinegrippe sind ähnlich den Symptomen der saisonalen humanen Influenza: Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit sowie Husten. Einige Menschen, die mit Schweinegrippe-Viren infiziert waren, berichteten über Schnupfen, Halsschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
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Kann man durch den Verzehr von Schweinefleisch erkranken?
Die amerikanische Seuchenschutzbehörde CDC geht davon aus, dass Schweinegrippe-Viren nicht durch Nahrungsmittel übertragen werden und weist darauf hin, dass ein Erhitzen von Schweinefleisch auf 72 Grad Celsius (Kerntemperatur) das Schweinegrippe-Virus sicher abtötet. In Deutschland ist das Bundesinstitut für Risikobewertung mit der Sicherheit von Lebensmitteln befasst.
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Wie wird Schweinegrippe verbreitet?
Nach Informationen des Robert Koch Instituts können die Viren "direkt von Schwein zu Mensch (aber auch von Mensch zu Schwein) übertragen werden." Der aktuelle Ausbruch in Mexiko zeigt aber auch, dass man inzwischen auch von einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung ausgehen muss. Genau wie bei jeder Grippe wird die Krankheit durch den Kontakt mit infiziertem Speichel etwa durch Niesen oder Küssen übertragen. In Mexiko wurden daher größere Veranstaltungen abgesagt und der Bevölkerung von engem Körperkontakt abgeraten.
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Welche Schutzmaßnahmen sind möglich?
Schweine können gegen den derzeit grassierenden Virus geimpft werden. Für Menschen gibt es einen neu entwickelten Impfstoff. Da er sehr schnell entwickelt und in großen Mengen hergestellt werden musste, ist er mit sogenannten Verstärkern versetzt, die eine heftigere Impfreaktion bewirken - so braucht man weniger Impfstoff. Wegen Unverträglichkeitsreaktionen war der Impfstoff in die Kritik geraten. Eine normale Grippe-Impfung schützt nicht vor der Schweinegrippe.
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Welche Medikamente stehen zur Verfügung?
Es gibt verschiedene antivirale Medikamente, die in Frage kommen würden: gegen zwei davon (Amantadin, Rimantidin) waren die Erreger in Tests aber bereits resistent, so dass diese nicht zur Therapie herangezogen werden sollten. Wirksamkeitsprüfungen der amerikanischen Infektionsschutzbehörde CDC geben erste Hinweise, dass die neuen Neuraminidasehemmer Oseltamivir und Zanamivir derzeit bei dem Schweinevirus wirksam sind. Neuraminidasehemmer verhindern, dass Viren sich von der Wirtszelle lösen und so weitere Körperzellen befallen können. Infizierte Menschen werden mit dem Medikament Tamiflu behandelt, das auch gegen Vogelgrippe hilft. Nach Angaben von US-Behörden wirkt auch das Präparat Relenza.
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Gab es in der Vergangenheit bereits Ausbrüche von Schweinegrippe?
In Amerika gab es im Jahr 1976 in New Jersey einen Ausbruch unter Soldaten. Vier Soldaten erkrankten an einer Lungenentzündung. Es gab einen Todesfall. Die Übertragung erfolgte von Mensch zu Mensch. Die genauen Umstände der Erkrankungen konnten nicht aufgeklärt werden.
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Wie ist die aktuelle Situation?
Für Deutschland veröffentlicht das Robert Koch-Institut Situationseinschätzungen auf den Internetseiten, die auch regelmäßig an die Landesbehörden weitergeleitet werden, damit die Gesundheitsämter vor Ort ebenfalls Auskunft geben können.