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James Bond Deutschland Dabniel Craig Olga Kurylenko PANORAMA ddp
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Interview mit dem Regisseur: Das Erfolgsgeheimnis des neuen Bond

zuletzt aktualisiert: 11.11.2008 - 09:35

Berlin (RPO). 1,4 Millionen Menschen haben am ersten Wochenende den neuen James-Bond-Film „Ein Quantum Trost“ im Kino gesehen. Herzrasen-Autor Christian Herrendorf fragte Regisseur Marc Forster, was er beim Dreh anders gemacht hat als seine Vorgänger. Ein Gespräch mit ungewöhnlichem Ausgang.

Marc Forster will vor allem die menschliche Seite des Geheimagenten zeigen.  Foto: AP
Marc Forster will vor allem die menschliche Seite des Geheimagenten zeigen. Foto: AP

Wieso gibt es den berühmten Satz „Bond, James Bond“ nicht in Deinem Film?

Forster Wir haben den Satz gedreht, und er war auch bis zur letzten Minute noch drin. Aber dann haben wir uns doch entschieden, die Szene rauszuschneiden, weil wir so ein besseres Ende hatten.

Was ist sonst noch weggefallen?

Forster James Bond hat bei mir viel weniger Spezialausrüstung. Er erinnerte mich zu sehr an einen Comic-Superhelden. Ich wollte ihn lieber so realistisch wie möglich darstellen. Ich war sehr interessiert am emotionalen Bond, an dem ungeheuren Schmerz, den er auszuhalten hat.

Auf der anderen Seite hast Du viele politische Elemente in den Film aufgenommen. Warum?

Forster Es sollte eben so realistisch wie möglich sein. Deshalb haben wir auf die Ressourcen-Problematik aufmerksam gemacht: den Kampf ums Öl und den drohenden Kampf ums Wasser.

Wie viel Freiheit hattest Du bei der Gestaltung solcher Elemente?

Forster Ich war überrascht, wie viel Freiheit es gab. Als ich mich vor dem Dreh mit den Produzenten getroffen habe, dachte ich, dass sie mir jetzt die Bond-Bibel geben, in der steht, was ich alles tun muss und was ich auf keinen Fall darf. Aber zu den wenigen Vorgaben zählte, dass Bond keine Unschuldigen töten darf. Ansonsten hatte ich beim Dreh freie Hand.

Du scheinst keine Angst vor den Erwartungen der Bond-Fans zu haben. Täuscht dieser Eindruck?

Forster Nein. Wenn ich mir all die Blogs und Fansites angeguckt hätte, wäre ich ja verrückt geworden. Ich habe einfach den Bond gedreht, den ich gerne sehen wollte. Ich hoffe, dass es noch ein paar andere gibt, die ihn auch so sehen wollen.

Wie lief die Zusammenarbeit mit Daniel Craig?

Forster Daniel ist ein toller Schauspieler, denn er hat die Rolle des Bond vermenschlicht. Bond sieht nicht nur supercool aus, sondern, wenn er müde ist, dann sieht er auch müde aus.

Wie geht es jetzt mit Bond weiter?

Forster Jetzt stehen alle Möglichkeiten offen: Entweder die Entwicklung zum Superagenten ist abgeschlossen, oder es entsteht ein Trilogie. Und jetzt kann man auch die alten Elemente glaubhaft einführen.

Drehst Du auch den nächsten Bond?

Forster Es war eine tolle Erfahrung, aber ich möchte lieber wieder etwas Kleines machen.


 
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