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Interview mit Samuel L. Jackson: "In fünf Jahren spiele ich Opas"

VON CHRISTIAN HERRENDORF - zuletzt aktualisiert: 23.01.2009 - 08:36

Berlin (RPO). Samuel L. Jackson sieht aus, als käme er vom Golfplatz: grüne Cordhose, orange-farbene Strickjacke, graue Kappe, schwarze Brille. Er ist so cool, dass er nicht eine Sekunde cool tun muss. Im Interview spricht er über seinen neuen Film „The Spirit“, in dem er den Bösewicht Octopus spielt. Was seine Filmpartnerinnen Scarlett Johansson und Eva Mendes zu der Comic-Adaption sagen, lesen Sie am Samstag im Magazin unserer Zeitung.

Samuel L. Jackson will nicht mehr lange Actionfilme drehen.  Foto: AFP, AFP
Samuel L. Jackson will nicht mehr lange Actionfilme drehen. Foto: AFP, AFP

Der Film beginnt mit einer langen Schlägerei im Matsch. Hat das Spaß gemacht?

Samuel L. Jackson Am ersten Tag war es witzig – aber wir haben fünf Tage an der Szene gedreht. Da waren Kilos und Kilos von Matsch auf mir. Meine Stiefel sind immer schwerer geworden. Die Szenen waren eine echte Herausforderung für uns alle, das wird man im „Making of“ auf der DVD sicher sehen. Zum Glück habe ich einen guten Akupunkteur gefunden, der mich wiederhergestellt hat.

In einer anderen Szene treten Scarlett Johansson und Sie in Naziuniformen auf. Warum?

Jackson Es ist die sadistischste Szene des Films, da passen Nazikostüme doch perfekt. Und sie machen das ganz wirklich theatralisch. Will Eisner, der die „Spirit“-Comics erfunden hat, hatte einen großartigen Sinn für Humor, und dieser Film musste dieses komödiantische Element unbedingt beibehalten. Deshalb ist Octopus ein bisschen theatralisch. Er trägt Kostüme und verändert seine Erscheinung nach Lust und Laune. Er ist sehr smart – oder, wie er sich selbst nennt: ein kriminelles Superhirn.

Mögen Sie Comics?

Samuel L. Jackson Ja, ich bin schon lange ein Frank-Miller-Fan (Frank Miller ist Comiczeichner sowie Regisseur und Drehbuchautor des Films, Anm. d. Red.). Die Tatsache, dass Frank mich für die Rolle des Octopus haben wollte, hat mich mit unglaublichem Stolz erfüllt.

Am Dienstag ist Barack Obama als 44. US-Präsident vereidigt worden. Mit welchen Gefühlen haben Sie die Amtseinführung verfolgt?

Jackson Wir blicken besseren Zeiten entgegen. Hoffentlich ist er wirklich in der Lage, Veränderung anzustoßen.

Sie sind im Dezember 60 geworden. Wie haben Sie gefeiert?

Jackson Es war eine große Party. In meiner Familie sind viele sehr alt geworden, 80, 90. Wir haben einen guten Genpool.

Werden Sie auch weiter Actionfilme drehen?

Samuel L. Jackson Nein. Ich hoffe, ich kann das noch fünf, sechs Jahre machen, danach werde ich Väter und Großväter spielen.

 


 
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