Jupp testet die Welt
Diese Woche: Bier selber brauen - Teil II
Vor gut einer Woche ging es ans Werk: Mit den nötigen Utensilien bewaffnet ist das Jungbier angesetzt worden (
Hier geht's zum ersten Teil des Bier-brau-Tests). Nach den ersten acht Tagen Gärzeit muss das Jungbier nun zum Reifen in Flaschen abgefüllt werden. Und das ist mehr Arbeit als man denkt.
Doch zunächst werden Flaschen benötigt. Dazu werden die Etiketten normaler Bierflaschen entfernt.
Mit heißem Wasser und etwas Geduld geht das recht unproblematisch. Einweichen,...
...abtrockenen. Und das alles nur 20 Mal.
Was bleibt ist eine Leimbrühe mit 60 Papierschnipseln.
Die Flaschen kommen anschließend in die Spülmaschine, wo sie von Keimen befreit werden.
Dann kann es endlich losgehen: Der Gäreimer wird zunächst auf eine erhöhte Position gestellt.
Dann wird das Abfüll-Röhrchen aufgesteckt und der...
...Zapfhahn nach unten gedreht.
Zunächst wird das Jungbier probiert. Es riecht eigentlich nach ganz normalem Bier.
Geschmacklich hat es auch schon etwas von Gerstenschorle. Nur der Kohlensäure-Gehalt ist recht gering.
Für die Flaschengärung muss nun mit Trockenmalz nachgewürzt werden. Da dies in meinem Set nicht enthalten war, empfiehlt der Bierkit-Hersteller Zucker. Allerdings darf eine Menge von fünf Gramm nicht überschritten werden, da die Flaschen sonst explodieren könnten.
Glücklicherweise entspricht das genau einem gehäuften Teelöffel, was das Abmessen vereinfacht. Mit einem Trichter kommt nun also Zucker in die Flaschen.
Die Flasche sollte vorher komplett trocken sein, da der Zucker sonst oben am Rand kleben bleibt. Dem deutschen Reinheitsgebot entspricht das Bier ab diesem Moment übrigens nicht mehr.
Nun wird die Flasche gefüllt. Ein Ventil sorgt dafür, dass nur Jungbier aus dem Fass läuft, wenn die Flasche von unten gegen das Abfüllröhrchen gedrückt wird.
Die Flasche ist voll - fehlt noch der Kronkorken.
Der gehört leider nicht zum Set.
Einfach den Kronkorken auf die Flasche legen, den Verkorker daraufstellen und die Hebel nach unten drücken.
Schon ist die Flasche voll, für den zweiten Gärvorgang luftdicht geschlossen und sieht dabei auch noch richtig professionell aus.
Das Bier ist derzeit natürtrüb. Am Flaschenhals ist nach dem Abfüllen noch aufsteigende Kohlensäure zu sehen.
Die Arbeitsschritte sind nun 19 weitere Male fällig. Das kostet viel Zeit, macht aber auch richtig Spaß. Am Ende winkt schließlich die Belohnung: das eigene Bier.
So, die Kästen sind voll. Nun müssen sie eine Woche bei Zimmertemperatur und dann einen weiteren Monat kühl gelagert werden. Bis zum nächsten Update dauert es also noch ein wenig. Wer sich nicht gedulden kann, muss so lange Industriebier trinken oder eine Hausbrauerei aufsuchen. Eigentlich eine gute Idee für den wohlverdienten Feierabend.
In diesem Sinne, bis nächste Woche...