Jupp testet die Welt
Diese Woche: Den fliegenden Parkplatz
Die Idee ist simpel wie genial: Der Wagen wird abgestellt und den Rest erledigt ein Computer.
Fahrspuren und Treppenhäuser werden eingespart. So kann das Gebäude ausschließlich zum Parken genutzt werden.
An der Liesegangstraße in Düsseldorf steht seit 1960 ein kleines Parkhaus, das trotz seiner geringen Größe Platz für 168 Autos bietet.
Der Autofahrer wird mit einem freundlichen "guten Tag" begrüßt.
Ist der Wagen zu groß, erkennt dies ein Sensor. Unfälle sind damit ausgeschlossen.
Der Wagen wird im Erdgeschoss auf einer Art Auto-Fließband - ähnlich dem Prinzip in der Waschstraße - abgestellt. Den Rest erledigt der Computer.
Dann wird das Auto ins Innere geleitet. Sind die Boxen voll...
...katapultiert der Aufzug das Auto in wenigen Sekunden auf eine andere Etage.
Dann wird der Wagen in eine Parkbox geschoben. Hier steht er diebstahl- und unfallgeschützt. Und sogar für den Brandfall gibt es eine Lösung: Dann schiebt der Computer die Autos vollautomatisch in eine Sicherheitszone.
Zum Ausparken ist nur ein Zettel, ähnlich einer Parkkarte vonnöten. Während die Tagespauschale von sechs Euro bezahlt wird, fährt der Computer den Wagen zum Ausgang auf der Rückseite des Gebäudes.
Nach etwa einer Minute ist das Auto im Erdgeschoss angekommen.
Dann öffnet sich ein Rolltor...
...und es kann wieder los gehen.
Und sollte jemand zwischendurch ein paar Einkäufe verstauen wollen, so gibt es dafür im Eingangsbereich einige Schließfächer. Hier ist an alles gedacht. Nur eine Kleinigkeit fehlt zur Perfektion: Der Wagen kommt genau so dreckig heraus, wie er hineingefahren wurde. Eine automatische Waschanlage würde das Staunen ins Unermessliche steigern. Man wird ja wohl mal träumen dürfen.
In diesem Sinne, bis nächste Woche...