Jupp testet die Welt
Diese Woche: Kamelle-Fangtechniken für Karneval
Im Rheinland ist der Karneval zu Hause. Die Düsseldorfer Nobelmeile Königsallee wird einmal im Jahr von Narren in Beschlag genommen. Straßenkarneval am Sonntag, der "Zoch" am Rosenmontag. Dann schmeißen tausende Karnevalisten händeweise Kamelle von ihren bunten Wagen. Doch wie staubt man da am meisten ab? Jupp hat die besten Fangtechniken getestet...
Wer "unbewaffnet" erscheint, muss die blanken Hände benutzen. Eigentlich sollte das genügen, doch im Karneval herrscht das Recht des Schnelleren. Und hier sind einmal die Kleineren im Vorteil. Schließlich haben sie es bis zum Boden ja nicht so weit. Wohl dem, der gut fangen kann.
Da die Flugbahn je nach Alter und Zustand des Werfers variiert, ist es nicht ganz einfach, im richtigen Moment zuzuschnappen.
Kein Wunder, dass die Ausbeute mitunter eher mau ausfällt.
Vielleicht ist hier ja der Biertrinker im Vorteil. Immerhin bietet so ein Glas 0,2 Liter Stauraum. Unverhofft kommt oft...
So wirklich erfolgreich sieht das aber nicht aus. Da gehört schon sehr viel Glück zu.
Naja, immerhin ein Bonbon.
Baseballer haben die Fangtechnik perfektioniert. Schließlich ist es ja - je nach Position - ihr Job. Mal sehen, was der Handschuh so 'rausholt.
Auch hier will das Ziel gut anvisiert sein...
Immerhin ein Dreifacherfolg. Damit ist der Handschuh der bisherige Spitzenreiter.
Wer andere im Regen stehen lassen möchte, entscheidet sich für den Schirm. Den anderen Jecken verdirbt das eindeutig den Spaß, schließlich greift der Schirm alles ab.
Immer wieder sieht man Eltern, die ihren Kindern mit dieser Fangtechnik etwas Gutes tun möchten. Indirekt bringen sie ihnen damit aber nur Rücksichtslosigkeit bei.
Und auch die Ausbeute hält sich - verglichen mit dem Umfang des Schirms - in Grenzen. Schließlich sieht man nichts hindurch und kann so auch nicht anvisieren. Außerdem bekommt man vom "Zoch" kaum etwas mit. Und darum geht es schließlich.
Viel schöner ist das Modell Sterntaler. Hierbei hilft beispielsweise eine ganz normale Schürze.
Und zwischen all den Verkleideten sieht es auch nicht so bescheuert aus wie im Alltag.
Mit der entsprechenden Rückenlage-Technik wird die Auffangfläche noch erhöht. Übrigens ist die Ausbeute größer als die des Schirms.
Wer sich als Mexikaner verkleidet ist übrigens klar im Vorteil. Er hat bei Regen eine Rinne rund um die Stirn und zudem eine Auffangfläche.
...und zack sind die Kamellen im Hut.
Immerhin ein Tütchen der guten RP-Gummibärchen.
Eine schlechte Verkleidung, dafür aber vielleicht der Geheimtipp: Das Modell Klebeband.
Der Aufwand ist (zumindest in der Theorie) sehr gering. Beide Hände bleiben frei und dennoch hat man am Ende Kamelle im Sack. Ob das funktoniert?
Mal sehen, wie viel kleben bleibt...
Immerhin eine Tüte Weingummi. Und zudem noch ein Bonbon im Ausschnitt und eins auf der Schulter. Eigentlich nicht schlecht. Ich denke, dass ich mich als Klebeband-Mumie verkleide.
In diesem Sinne, bis nächste Woche (wenn ich nicht versehentlich an einem Bus nach Tokio kleben bleibe)...