Jupp testet die Welt
Diese Woche: Kirmesautomaten
In Düsseldorf findet seit Samstag die
größte Kirmes am Rhein statt. Die Kirmes als solche ist bereits im Vorjahr ausgiebig getestet worden
(siehe Jupp testet die größte Kirmes am Rhein). Eine Sache wurde dabei allerdings übersehen:
Kirmesautomaten. Jeder kennt sie, doch kaum einer traut sich an sie heran. Bis jetzt...
Ein bisschen peinlich ist es schon, vor tausenden von Menschen an ein Liebesbarometer heranzutreten.
Im Dienste der Wissenschaft muss das aber sein. Also: 50 Cent in den Münzschlitz und dann in bester Christoph-Daum-Manier die Hände auflegen...
Das Barometer kann sich nicht recht entscheiden. Ich bin demnach eine Michung aus Nachtschwärmer und Casanova. Was für ein Auftakt!
Mental gestärkt geht es also zur 50-Cent-Wahrsagerin.
Die ist ihren Preis sicher wert.
Diesmal wird nur die linke Hand aufgelegt. Die rechte muss derweil an einem Hebel ziehen. Ein automatischer Automat würde vermutlich den doppelten Einsatz kosten.
Heraus kommt ein Pappkärtchen mit Lottozahlen und Horoskop - in alter Rechtschreibung. Da sieht man mal, wie lang hier schon niemand mehr dran war.
Besonders liebe Menschen erwarten mich demnach zu einem Besuch. Mein Leben wird eine Wendung erfahren und Armor hat eine Überraschung. Na da bin ich ja mal gespannt!
Kommen wir zu einem Klassiker der westeuropäischen Kirmeskultur. Diese Testosteronpumpe schießt Strom durch die Hände. Wer zu früh loslässt, macht sich zum Gespött der Kumpels. Gut, dass die nicht dabei sind.
Ein bisschen fühlt man sich wie der ungeschickte Tim Allen im Heimwerker-Klassiker "Hör mal, wer da hämmert".
Nach einer dreiviertel Umdrehung ist Ende. Mehr geht nicht!
Immerhin die Ausdauer eines "Fallschirmspringers" wird mir zugetraut. Nicht so schlecht für den Anfang...
Auf diesem offensichtlichen Klohäuschen steht "Bitte nicht stören. Einwurf 1 Euro". Welche Aufforderung nun die geschäftstüchtigere ist, sei mal dahingestellt. Ausprobiert werden muss dieser Automat (im weitesten Sinne) aber auf jeden Fall.
Nach einigen eindeutigen Geräuschen öffnet sich die Tür und eine Puppe mit entblößtem Bauchnabel brummt etwas von Voyeurismus und hüllt dieses Fremdwort in ein paar Freundlichkeiten, die eigentlich weniger auf ein Familienfest gehören. Zum Schluss spuckt der Gummi-Kollege noch Wasser, bevor er sich wieder seinem eigentlich Job widmet...
Dann folgt eine echte Überraschung: Es gibt sie doch noch, die Kirmesautomaten-Spieler. Auch wenn wir schon ein ähnliches Gerät getestet haben: Jetzt reizt mich das Ding!
Auch an diesem Liebesbarometer werden wieder 50 Cent fällig.
Beide Hände auflegen und abwarten...
Das Ding stoppt zwischen untreu und eifersüchtig. Oha, jetzt ist es raus.
Endlich mal etwas zur aktiven Teilnahme. Dieser Schießautomat steht zwar auf Arbeitshöhe für Kinder, das soll aber kein Hinderungsgrund sein...
Im Innern laufen Hasen vorbei, die es mit neuen Schüssen zu treffen gilt.
Neun Schüsse, neun Treffer. Ich sollte Schütze werden!
Apropos Schütze: Ich bin ein paar Tage eher geboren worden und deshalb Skorpion. Mal sehen, was die AstroAnalysis zu berichten weiß.
Ein Zettel wird ausgespuckt. Mit dem steht man dann sogleich allein da. Das ging schnell.
Am besten gefällt mir der Hinweis, dass ich auf mein Gewicht achten und fetthaltige Speisen vermeiden soll. Kein Problem. Schützenfeste sind ja für ihre Bio-Speisen bekannt.
Darauf einen halben Meter Bratwurst. In diesem Sinne, bis nächste Woche...