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Klicktipps
Hits des Jahres 2012 zum Herunterladen
Klicktipps: Hits des Jahres 2012 zum Herunterladen
Cro – Haare auf den Beinen, Hits in den Charts. FOTO: dapd
Düsseldorf. Das Jahr war mal wieder lang genug, um eine Menge großartiger Lieder hervorzubringen. Wir stellen die besten Songs der vergangenen zwölf Monate vor und verlinken auf die Webseiten, auf denen sie sich downloaden lassen– von Adele bis Cro. Von Sebastian Dalkowski und Stefan Petermann

The XX – Chained (hier herunterladen)

Diese Band ist schon so groß, wahrscheinlich kennt deine Mutter sie auch. The xx gelang mit dem Album „Coexist“ der Einstieg in die wichtigen Top10s dieser Welt, und die Single „Chained“ zeigt warum. Zu einem zurückhaltenden Beat und zurückhaltendem Keyboard singen Romy Madley und Oliver Sim mit zurückhaltenden Stimmen aus der Sicht eines Paares darüber, dass sie sich auseinandergelebt haben.

Cat Power – Ruin (hier herunterladen)

So richtig viel Spaß wird Cat Power im Jahr 2012 nicht gehabt haben. Wegen finanzieller und gesundheitlicher Probleme sagte sie ihre Europa-Tournee ab. Doch immerhin durften sich ihre Fans über eine neue Platte freuen. „Sun“ ist das erste Album seit 2006 mit ausschließlich eigenem Material. Ein Song heißt passend zu ihrer Situation „Ruin“. Das schönste ist dieses Klavier, das den Hörer an die frische Luft treibt. Und das Schlagzeug, das nach 80 Sekunden einsetzt.

Frank Ocean – Pyramids (hier herunterladen)

Hätte das deutsche Feuilleton irgendwas zu bestimmen, dann wäre in diesem Jahr die Plattenläden ausschließlich mit „Channel Orange“, dem Debütalbum von Frank Ocean, bestückt worden. Sie hatten aber auch so Recht. Da schreibt er zum Beispiel mal eben diesen zehn Minuten langen Song „Pyramids“ über einen Zuhälter, der sich in seine Prostituierte verliebt, und schiebt die Grenzen des R’n’B ein ganzes Stück weiter.

Alabama Shakes – Hold On (hier herunterladen)

Die Alabama Shakes aus Alabama waren der erste Hype des Jahres 2012 und die Band überdauerte ihn mit ihrem Debütalbum „Boys & Girls“voller Bluesrock und dieser Janis-Joplin-Stimme von Brittany Howard. Der deutliche Beweis ihres Könnens ist der Song „Hold On“, der für einen Grammy nominiert ist.

Of Monsters And Men – Little Talks (hier herunterladen)

Dieser Hit hat viel Anlauf genommen. Der Song „Little Talks“ der isländischen Band Of Monsters And Men war bereits Monate in der Welt, als er im April 2012 auf Platz 5 in die deutschen Single-Charts einstieg. Wer es einmal gehört hat, braucht allerdings nur Sekunden, um sich in diesen euphorischen Indie-Folk mit Trompete zu verlieben. In ihrer Heimat sind die Musiker selbstverständlich Volkshelden.

Bloc Party – Octopus (hier herunterladen)

Ganz geklappt hat es mit dem Comeback für Bloc Party nicht. Letztlich enthielt ihr Album „Four“ zu viele zu durchschnittliche Songs. Eine der Ausnahmen war „Octopus“. Vereinte es doch alle Tugenden des britischen Quartetts – innovative Elektronik traf auf einen mitreißenden Refrain und den besten Schlagzeuger der Welt. Zur Erinnerung an bessere Zeiten.

Kraftklub – Zu jung (hier herunterladen)

Premiere: Das erste Nr.1-Album aus Chemnitz. Dafür verantwortlich waren fünf Collegejackenträger, die irgendetwas zwischen tanzbarem Britrock und kodderschnäuzigem Rap spielten. Dazu ein Haufen brillanter Texte, mit denen sie zum Sprachrohr der Generation Rettungsroutine wurden. In „Zu jung“ beklagen Krafklub die fehlenden Möglichkeiten zur Rebellion.

Sharon van Etten – Serpents (hier herunterladen)

Was genau macht diese Frau eigentlich anders? Die US-Amerikanerin Sharon van Etten hat auch nur eine Stimme, eine E-Gitarre, Schlagzeug und Bass. Und doch ist ihr drittes Album „Tramp“ die düsterste Sensation des Jahres. Zwischen all diesen langsam wachsenden Hits steht der Song „Serpents“, der zum Aufbruch drängt, zum Losschlagen, zum Fäusteballen.

Japandroids – The House That Heaven Built (hier herunterladen)

Das eher mittelmäßige Rockjahr 2012 hatte trotzdem einige Ausreißer nach oben. Einer davon: Japandroids. Allein mit Schlagzeug und Gitarre bestückt pendelte das kanadische Duo gekonnt zwischen Stadionhymne und Bierdosenpartykrach. Passend dazu hieß ihr Album „Celebration Rock“, von dem es hier das euphorische „The House That Heaven Built“ gibt.

Rihanna – Diamonds (hier herunterladen)

Es ist angebracht und verständlich, alles zu verachten, was Rihanna in Form von Singles und Platten herausbringt. Keine einzige Sekunde hat man das Gefühl, dass die Musik etwas anderem gilt, als einige Menschen, vor allem Rihanna, sehr reich zu machen. Das schlimme ist aber, dass selbst schlechte Absichten nicht immer zu schlechten Songs führen. Wir haben „Diamonds“ im Yamill Remix.

Walk Off The Earth – Somebody That I Used To Know (Der Download ist leider nicht mehr verfügbar)

So entsteht Popkultur: Der belgisch-australische Singer/Songwriter Gotye veröffentlicht den Song „Somebody That I Used To Know“ und geht damit auf Platz 1 in Deutschland, UK und USA. Dann covert die kanadische Band Walk Off The Earth den Song zu fünft auf einer einzigen Akustik-Gitarre, stellt das Video online und wird zur Youtube-Sensation. Wir stellen den Song im Remix von Nik Neuberg zur Verfügung.

Santigold – Disparate Youth (Der Download ist leider nicht mehr verfügbar)

Genregrenzen gesprengt hat die studierte Musikethnologin Santigold schon auf ihrem ersten Album. Auch 2012 hat sie Reggae, Punk und Elektro zu einem aufregenden Mix vereint. Was einen Mobilfunkanbieter veranlasste, das grandiose „Disparate Youth“ mit dem unwiderstehlichen Basslauf zu Werbezwecken zu benutzen. Trotzdem herausragend.

M.I.A - Bad Girls (hier herunterladen)

Zumindest in einem hatte Madonna 2012 den richtigen Riecher bewiesen: Indem sie für ihr missglücktes „MDNA” M.I.A.als Backgroundsängerin einkaufte. Dabei ist die Engländerin dem Ex-Rolemodel mittlerweile sowohl in Attitüde wie auch musikalischer Innovation überlegen. Ihr „Bad Girls” kann als feministisches Manifest verstanden werden. Oder als Einladung zum Tanzen.

Adele – Skyfall (hier herunterladen)

Nun schon im zweiten Jahr in Folge hielt Adeles Multiplatinalbum „21“ weltweit die Spitzenplätze inne. Trotzdem legte die Britin mit der besonderen Stimme nach und steuerte zum erfolgreichen James-Bond-Film „Skyfall“ einen der interessantesten Titelstücke bei. Simpel aber effektvoll interpretierte sie das bekannte 3-Töne-Motiv neu, hier im Remix von Charlie Darker.

Psy – Gangnam Style (hier herunterladen)

Dieser virale Aufreger ging direkt von Youtube zu „Wetten, dass..?”, wo Jorge Gonzalez Markus Lanz den Pferdetanz beibrachte. Blieb aber weiterhin angesagt, weil „Gangnam Style“ alles hatte, was Pop im Allgemeinen unkaputtbar macht. Zu Weihnachten durfte der Südkoreaner Psy deshalb auch für Barack Obama im Weißen Haus singen.

Cro – Du (hier herunterladen)

Jedes Jahr braucht einen Rapper mit geheimnisvoller Identität. 2012 war das Cro mit seiner Pandamaske. „Raop“ nannte er seine Verschmelzung von Pop mit Rap, von der er zeitweise fünf Lieder in den deutschen Charts hatte. Eines davon war das fernwehsüchtige „Du“, das bei uns im gitarrenlastigen Mashup-Mix zelebriert wird.

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