Herzrasen: Max Hecker packt den Kulturbeutel
zuletzt aktualisiert: 18.05.2009 - 23:59Düsseldorf (RPO). Jede Woche füllen hier Musiker, Schauspieler und andere bekannte Menschen den "Herzrasen-Kulturbeutel". Hinein packen sie für uns alles, was ihnen lieb ist. Diesmal macht das Max Hecker.
Mein Lieblingswort „Ein Raabe geht im Feld spazieren. Da fällt der Weizen um.” (Helge Schneider)
Meine Lieblingsband Bob Dylan – da er mich zum Mann gemacht hat. Der echteste und beste Punkrock, den es je gab.
Mein Lieblingsalbum „Blonde On Blonde“ - enthält mit „Sad Eyed Lady Of The Lowlands“ eines der schönsten Lieder, das je geschrieben worden ist.
Mein Lieblingsautor Heimito von Doderer. Er schrieb Sätze wie: „In irgendeiner Weise begannen wir sozusagen gleich vom ersten Augenblicke an zu exzedieren, und die Nähe ihre breiten Schenkel und sonstigen aus- und einladenden Körperplastik provozierte bei mir alsbald die kräftigsten Quetschgriffe.“ („Die Posaunen von Jericho“)
22. Mai: Essen, Grend
24. Mai: Düsseldorf, Zakk
25. Mai: München, Hansa 39
29. Mai: Ulm, Eden
1. Juni: Frankfurt, Mousonturm (mit Gemma Ray)
Mein Lieblings-Technikgerät Haarglätteeisen – ohne jenes sähe ich aus wie Yul Brunner.
Mein Lieblingsfilm "Play it again, Sam” von Woody Allen – der unterhaltsamste und popcornartigste Allen-Film
Mein Lieblingsbuch „Homo Faber“ von Max Frisch. Obwohl (oder weil?) Frisch die ganze Zeit vor „seinem Martini“ saß, konnte er diese stilvollen, trockenen Sätze schreiben, die so herrlich beiläufig dahingeschludert klingen. Außerdem stehe ich auf Julie Delpy.
Mein Lieblingsschauspieler Hugh Grant. Also, wenn ich ein Mann wäre, dann wäre der Grant ganz oben auf meiner Liste! Gucke mit Begeisterung immer wieder „Music and Lyrics“ und „Four Weddings and a Funeral“. Grant bringt auch in jeden Hollywood-Blockbuster-Bubblegumscheiß Stil hinein.
Meine Lieblingsstadt Taipeh. Das Eintauchen in das verweste, graue, hässliche, flirrende, unendlich tiefe und unendlich reale Taipeh ist wie das Eintauchen in meine eigene Seele. Genauso verwest, grau, hässlich, flirrend, unendlich tief und unendlich real wie diese Stadt muss meine Seele aussehen. Ich schaue in Taipei und schaue in meine Seele.
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