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Herzrasen: Der beste Anti-Liebesfilm

VON CHRISTIAN HERRENDORF - zuletzt aktualisiert: 19.08.2010 - 06:49

Düsseldorf (RPO). Die Liebe hat ganz schlechte Karten im Moment. Allen Filmen mit Hugh Grant, Katherine Heigl und Cameron Diaz zum Trotz wird die cineastische Romanze aktuell regelmäßig vermöbelt: in dem brillanten deutschen Film „Alle anderen“ und in „500 Days Of Summer“, der jetzt auf DVD erhältlich ist.

Der gemeine Teil des Lebens beginnt mit Knutschen im Kopierraum.  Foto: Fox
Der gemeine Teil des Lebens beginnt mit Knutschen im Kopierraum. Foto: Fox

Sven Regener hatte doch Recht. In seinem ersten Roman „Herr Lehmann“ lässt er seine Hauptfigur den wunderbaren Satz sagen „Am Ende verliebt man sich noch, und dann wird’s extrabitter“. Zunächst schien dies nur für Herrn Lehmann zu gelten, doch dann kamen die genannten Filme.

In „500 Days Of Summer“ verliebt sich Tom in ein Mädchen namens Summer, die eigentlich keine Beziehung will, dann doch ziemlich viele Beziehungs-Dinge mit Tom tut und ihm amtlich das Herz bricht. Der Film springt geschickt durch die 500-tägige Leidensgeschichte hin und her und spielt sogar mit diesem, seinem eigenen Prinzip.

Zum besten Anti-Liebesfilm wird das Werk durch seinen klugen Blick auf Männer und Frauen. Die Erkenntnisse fürs jeweils andere Geschlecht: Verliebte Männer hören nicht, was Frauen ihnen sagen, sie sind nicht einmal für einfache Sätze oder simpelste Logik zu haben, und sie lassen nicht einfach so los. Frauen, die keine Beziehungen wollen, meinen das wirklich so, und können sich trotzdem amüsieren. Und für beide: Wer nicht der Richtige ist, wird es niemals werden.

„500 Days Of Summer“ ist für rund 13 Euro auf DVD erhältlich.


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