Mein Herz schlägt schneller: Der zweitbeste Film über Lebensmittelinspektoren
VON CHRISTIAN HERRENDORF - zuletzt aktualisiert: 27.07.2009 - 22:42Düsseldorf (RPO). Gerüchten zufolge gehört Österreich zum deutschen Sprachraum. Das ist aber gelogen. Den Beweis liefert der schon 15 Jahre, aber zum Entdecken nicht zu alte Film „Indien“. Dessen Erfinder und Hauptdarsteller, Alfred Dorfer und Josef Hader, sprechen so unglaublich österreichisch, dass reiheweise Untertitel eingeblendet werden – vermutlich sogar für Österreicher.
Auf die Frage „Warum großartig?“ gibt es eine kurze und eine lange Antwort. Kurz: der Humor. Lang: Der Film erzählt so viele Geschichten, dass andere daraus mindestens vier Filme gemacht hätten. Die Geschichten gehen so: Dorfer und Hader sind zwei Lebensmittelkontrolleure, die zusammen auf Tour müssen. Der eine säuft, der andere spießt, es passt nicht, kracht und ist dabei bös-witzig.
Plötzlich und heftig sind die beiden dann doch Freunde, erleben weitere großartige Episoden, bis der Film noch eine und dann eine weitere radikale und schwerst-melancholische Wendung nimmt, die hier aber zum Erhalt der Guckfreude nicht überliefert werden.
Und trotz all dieser sehr guten Gründe für den Titel „bester Film über Lebensmittelinspektoren“ reicht es nur zu Rang zwei. Welcher Film über Lebensmittelinspektoren noch besser ist, verraten wir nächste Woche an dieser Stelle.
„Indien“ gibt es als DVD in einer neueren Editions-Version für zehn und in der schönen alten Version für knapp 13 Euro.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
