Mein Herz schlägt schneller: Fünf Fernsehtipps für die nächsten Tage
VON STEFAN PETERMANN - zuletzt aktualisiert: 06.11.2008 - 00:01Weimar (RPO). Präsidenten, Zombies, Profikiller und Gymnasisten: Diesmal schlägt die Fiktion der Wirklichkeit ein Schnippchen. Doch der wahre Horror findet sich in der Vergangenheit einer deutschen Industriellendynastie.
Primary Colors | Politfilm |
Donnerstag, 06. November, 20.15 – 23.05 Uhr, Tele 5
Inhalt Der charmante Gouverneur Jack Stanton will sich zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten küren lassen. Eine angebliche Affäre mit der Frisöse seiner Frau droht all seine Ambitionen zu vereiteln.
Warum anschauen? Stanton = Clinton, weil Joe Klein, der Autor der Buchvorlage, 1992 in Clintons Wahlteam gearbeitet hat. Das führt zu jeder Menge angenehmer Déjà-vu-Momente.
Man lernt Präsidenten müssen vor allem eines können: Hände schütteln.
28 Days Later | Zombieapokalypse |
Donnerstag, 07. November, 22.35 – 0:45 Uhr, RTL 2
Inhalt Jim wacht im menschenleeren London auf. Bald merkt er: Allein ist er trotzdem nicht.
Warum anschauen? Regisseur Danny Boyle hat mit diesem modernen Klassiker nicht nur das Genre revolutioniert, sondern nebenbei einen der beklemmendsten, gruseligsten und optisch beeindruckendsten der Filme der letzten Jahre geschaffen.
Man lernt Die besten Zombiefilme sind die, in denen die Zombies rennen.
A History of Violence | Thriller |
Montag, 10. November, 22.15 – 23:45 Uhr, ZDF
Inhalt Als zwei Killer Tom Stalls Imbiß überfallen, tötet der mustergültige Familienvater die beiden Gangster. Doch bald stellt sich heraus: Tom ist ein untergetauchter Verbrecher.
Warum anschauen? Ein Film von David Cronenberg, der nicht polarisiert, ist kein guter Film. Und hier macht er es weder seinen Figuren und noch den Zuschauer leicht, eine eindeutige Wahrheit zu finden.
Man lernt Die blutrünstigsten biblischen Motive lassen sich auch in der amerikanischen Idylle wiederfinden. Gerade dort.
Sklaven und Herren | Drama |
Mittwoch, 12. November, 20.15 – 21:45 Uhr, ARD
Inhalt Gymnasiast Yogi quält seine Mitschüler. Als sich die 18jährige Tina wehrt, setzt sie damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die in einer Katastrophe enden.
Warum anschauen? Mittwoch, zwanzig Uhr fünfzehn, ARD; diesem Sendeplatz kann man mit gutem Gewissen trauen. Ganz besonders dieser eindringlichen Romanadaption.
Das Schweigen der Quandts | Dokumentation |
Mittwoch, 12. November, 21.45 – 22.50 Uhr, ARTE
Inhalt Die Quandts sind eine der reichsten und einflussreichsten Dynastien Deutschlands. Wie sie vom Nationalsozialismus profitiert haben, klärt dieser Film
Warum anschauen? Da hat Reich-Ranicki leider nicht richtig hingeschaut: Diese außergewöhnliche und genau recherchierte Dokumentation hat den diesjährigen Fernsehpreis vollkommen zu recht bekommen.
Man lernt Schuld und Sühne. Letzteres scheint nicht zwingend die Sache der Mächtigen zu sein.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
