Mein Herz schlägt schneller: So geht der TV-Hit „24“ weiter
VON CHRISTIAN HERRENDORF - zuletzt aktualisiert: 03.06.2008 - 00:01Düsseldorf (RPO). Beinah wäre es passiert. Die sechste Staffel von „24“ fängt so an, dass Fans erstmals Langweile in der besten Fernsehserie der Welt fürchten. Terroristen, Atomwaffen, überall Verräter, ein müdes Gähnen, das sind schließlich alles alte Bekannte für den guten Jack Bauer. Dann aber rettet der Mann, gegen den Bruce Willis wirkt wie ein mittelmäßig begabter Pfadfinder, nicht nur den Planeten, sondern auch die Sucht des Anhängers.
Und das hat einen ebenso einfachen wie genialen Grund. Obwohl die Serie in ihren ersten fünf Staffeln so ziemlich alle beiseite geräumt hat, die mit Jack Bauer im entfernsten bekannt oder verwandt waren, sind noch überraschend viele Figuren übrig, die nun klug und unerwartet durcheinander gewirbelt werden. Für Jack selbst wird es nicht wie üblich nur nonstop-stressig und qualvoll, sondern auch extrem persönlich.
Verraten sei nur so viel: Die USA haben in den neuen Folgen den coolsten Präsidenten ever, Jack hat noch mehr schlimme Erinnerungen aus der Zeit zwischen den Staffeln, und die Terroristen haben die fiesesten Waffen, das nicht vorhandenste Gewissen aller Teile – und vorsichtshalber noch jede Menge bekennende Nicht-USA-Fans auf ihrer Seite: Chinesen, Russen, Araber.
Und so kommt es spätestens ab Folge drei wie es kommen musste. Der Fan erwägt, seinen sicheren Arbeitsplatz zu kündigen, entscheidet sich dann aber doch nur dafür, seinen Tag in 42-Minuten-Abschnitte (solange dauert eine Folge auf DVD) einzuteilen. Und durch frühes Aufstehen mehr 42-Minuten-Abschnitte zu schaffen.
„24“ läuft ab dem 23. Juni in Doppelfolgen auf ProSieben. Die DVD kostet als UK-Import knappe 60 Euro, ab Oktober soll es sie auch in deutscher Sprache geben. Es gibt Menschen, die schon Trailer für die siebte Staffel gesehen haben.
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