Teletest: Abschiedskuss in Tokio
VON STEFAN PETERMANN - zuletzt aktualisiert: 11.12.2008 - 00:01Weimar (RPO). So kurz vor Weihnachten wird es lustig im deutschen Fernsehen: Das Gehirn entscheidet sich für ein neues Waschmittel, die 80er kehren zurück, eine Frau wird schwanger und Scarlett Johansson berühmt. Und ein Porträt des Mannes, dessen Schwester du unter keinen Umständen beleidigen solltest.
Lost in Translation | Tragikkomödie |
Donnerstag, 11. Dezember, 21.00 – 22.35 Uhr, Arte
Inhalt Bob und Charlotte sind einsam in Tokyo. Sie werden kein Liebespaar. Aber Freunde. Zumindest so etwas Ähnliches.
Warum anschauen? Auch wenn jeder diese in weiten Strecke improvisierte filmische Perle schon mehr als fünf Mal gesehen haben dürfte: An diesem Donnerstag auf Arte entdeckst du vielleicht, warum dich diese Freundschaft noch immer so stark berührt.
Man lernt nicht: Was Bill Murray Scarlett Johansson beim Abschiedskuss ins Ohr geflüstert hat.
Black Box Gehirn | Dokumentation |
Freitag, 12. Dezember, 22.30 – 23.15 Uhr, Arte
Inhalt Neuromarketing ist das große Ding der Konsumforschung. Werbestrategien werden anhand der neusten Ergebnisse aus der Gehirnforschung ausgerichtet.
Warum anschauen? Warum die günstigen Produkte im Supermarkt in den unteren Regalen stehen, weiß der aufgeklärte Konsument längst. Welche komplizierten Prozesse ablaufen, wenn er sich für ein neues Waschmittel entscheidet, lernt er in dieser Dokumentation.
Man lernt Werbung ist längst auch ein Berufsfeld von Psychologen, Biologen und Gehirnforschern.
American Psycho | Satire |
Sonntag, 14. Dezember, 2.30 – 4.20 Uhr, RTL2
Inhalt Patrick Bateman lebt in den 80er Jahren und liebt „Huey Lewis & the News“. Deshalb wird er zum stets perfekt gekleideten Serienmörder.
Warum anschauen? Klar, das Buch. Bret Easton Ellis. Und Christian Bale, bevor er Batman wurde. Und die 80er, wie sie Oliver Geißen niemals in seinen Retroshows zeigen würde.
Man lernt Die Kettensäge im Treppenhaus erspart die Schusswaffe.
Zidane – Ein Porträt des 21. Jahrhunderts | Heldenporträt|
Montag, 15. Dezember, 23.40 – 1.15 Uhr, Arte
Inhalt Ein Spiel, ein Mann, ein Film. 17 Kameras sind für 90 Minuten auf Zinedine Zidane gerichtet. Eine metaphysische Grenzerfahrung jenseits von Wontorra, Réthy und Lierhaus.
Warum anschauen? Warum anhören? Weil die schottische Postrockband Mogwai eigens für dieses außergewöhnliche Porträt den Soundtrack komponiert hat.
Man lernt kennen, wie Zidane die vorletzte rote Karte seiner Karriere bekommt. Wie er die letzte erhält, ist längst Teil seiner Heldengeschichte.
Baby Business | Satire |
Dienstag, 16. Dezember, 23.00 – 0.40 Uhr, 3Sat
Inhalt Die obdachlose Alkoholikerin Ruth wird schwanger und damit zum Spielball militanter Abtreibungsgegner und -befürworter.
Warum anschauen? Alexander Payne, Regisseur von „About Schmidt“, war schon von Beginn an ein Meister seines Fachs. Das sieht man hier bei seinem Debütfilm.
Man lernt Das können nicht nur Sarah Silverman und Juno MacGuff: Den Umständen einer Abtreibung eine komödiantische Seite abzugewinnen.
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