Teletest: Raumschiff Enterprise fliegt noch schöner
VON STEFAN PETERMANN - zuletzt aktualisiert: 14.02.2011 - 00:01Weimar (RPO). In dieser Woche stimmen den Teletest verkorkste Familien glücklich. Außerdem wird Tennis am Vorabend des Weltkriegs gespielt und Logik über alles andere gestellt.
Happiness | Tragikpsychokomödie |
Donnerstag, 17. Februar, 0.35 – 2.45 Uhr, ARD
Inhalt Joy, Jane und Helen sind Schwestern. Und selten glücklich. Während sich Autorin Helen der Affäre mit ihrem Stalker hingibt und Joy verzweifelt nach einem Gefährten sucht, hält Jane die Fassade einer perfekten Familie aufrecht. Ungünstig, dass ihr Ehemann Triebtäter ist.
Warum anschauen? Die Filme von Todd Solondz sind starker Tobak und sicherlich das Gegenteil von Rosamunde Pilcher oder „Doctor's Diary.“ Konsequent hält er drauf, wenn es um Tabubrüche im Alltag geht. Konsequenter als in diesem Film hat Solondz nie draufgehalten.
Man lernt das vielleicht verstörendste Happy-End der Filmgeschichte kennen.
Omagh – Das Attentat | Dokudrama |
Donnerstag, 17. Februar, 23.15 – 1.00 Uhr, WDR
Inhalt Samstags im nordirischen Omagh: Eine Autobombe explodiert und tötet über dreißig Menschen. Mit dieser Aktion möchte eine IRA-Splitterguppe den Friedensprozess untergraben. Die Angehörigen der Opfer fordern Aufklärung.
Warum anschauen? Leider auf wahren Tatsachen beruht dieses dokumentarisch anmutende Drama. Daran beteiligt als Co-Autor ist Paul Greengrass, der sich mit „Flug 93“ auch der filmischen Aufbereitung eines anderen Terroranschlags annahm: dem 11. September.
Man lernt eine unheilvolle Allianz zwischen IRA und den Behörden kennen, welche die Opferinteressen ignoriert.
Der Garten der Finzi Contini | Dramaromanze |
Freitag, 18. Februar, 23.15 – 0.45 Uhr, WDR
Inhalt Micòl Finzi lebt auf dem weitläufigen Anwesen ihres Vaters. Und weiß nicht so recht, was sie will. Den Arztsohn Giorgio zum Beispiel. Die antisemitische Stimmung im Italien der späten 30er Jahre begünstigt ihre Entscheidungsunfähigkeit.
Warum anschauen? Weltgeschichte und Liebesgeschichte – in dieser oscargekrönten Romanverfilmung zeigt sich, dass sich beides nicht so leicht voneinander trennen lässt.
Man lernt eine Metapher fürs Ignorieren gesellschaftlicher Umbrüche kennen: Tennis.
Raumschiff Enterprise | Science-Fiction-Serie |
Freitag, 18. Februar, 20.15 – 21.55 Uhr, ZDFNeo
Inhalt Das Weltall im 23. Jahrhundert. James Tiberius Kirk und Halb-Vulkanier Spock reisen gemeinsam mit der Crew der Enterprise NCC-1701 durch den Alphaquadranten, um fremde Zivilisationen zu entdecken. Dabei kommt gerade Kirk oft in Kontakt mit attraktiven weiblichen Aliens.
Warum anschauen? Ein Klassiker kehrt im modifizieren Gewand zurück: digital aufgemotzt mit aktualisierten Spezialeffekten und teilweise neuer Synchronisation. Die beste Gelegenheit also noch einmal nachzuverfolgen, wie eine Legende ihren Anfang nahm.
Man lernt Was mit „Das letzte seiner Art“ begann, hat bis heute sechs Serien, elf Kinofilme und Millionen Plastikspitzohren zur Folge.
Wild Germany | Dokureihe |
Samstag, 19. Februar, 21.00 – 21.45 Uhr, ZDFNeo
Inhalt Auf die Suche nach ungewöhnlichen Phänomenen reist Manuel Möglich durch die Republik. Dabei treiben ihm Themen um wie: Satanismus, islamistischer Rap oder Bugchasing, dem absichtlichen Infizieren mit HIV. In dieser Folge: Crystal Meth in Oberfranken.
Warum anschauen? Das Themenspektrum verspricht reißerischen Sensationsjournalismus. Glücklicherweise ist hier genau das Gegenteil der Fall.
Man lernt Auch das geht: „Breaking Bad“ auf bayrisch.
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