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Teletest
Schimpfwörter lernen mit Klaus Kinski
Teletest: Schimpfwörter lernen mit Klaus Kinski
Klaus Kinski – irgendwo zwischen Siegfried dem Drachentöter und Hannibal Lecter. FOTO: AP, AP
Weimar (RPO). In dieser Fernsehwoche stehen im Mittelpunkt: Headbanger, Rächer und Erzfeinde. Außerdem kurz vor ihrem Untergang: die Welt. Von Stefan Petermann

Toto der Held | Tragikomödie |
Montag, 1. August, 14.45 – 16.10 Uhr, Arte

Inhalt Der Rentner Thomas van Hasebroeck glaubt, dass ihm eigentlich das schillernde Leben von Alfred Kant zusteht. Er erinnert sich an viele Momente seiner Existenz, die das beweisen könnten. Deshalb versucht er sich zu rächen.

Warum anschauen? Der Belgier Jaco Van Dormael hat in zwanzig Jahren nur drei Filme gemacht – und jeder davon ist auf seine Weise einzigartig. „Toto der Held“ umfasst nicht weniger als ein Menschenleben.

Man lernt einen Film kennen, der schwerelos durch die Zeit springt. Wie auch Van Dormaels aktueller Streifen, der großartige „Mr. Nobody.“

Thirteen Days | Politdrama |
Mittwoch, 3. August, 20.15 – 23.05 Uhr, Kabel 1

Inhalt Diese dreizehn Tage im Oktober 1962 hätten zum dritten Weltkrieg führen können. Ein Katz-und-Mausspiel zwischen Chruschtschow und Kennedy, in dem Kevin Costner mit an den Fäden zieht.

Warum anschauen? Mit besten Empfehlungen vom Geschichtslehrer, der sagen würde: „Kluges Politkino, welches in dialoglastigen Szenen die Dramatik der Geschehnisse kongenial einfängt.“

Man lernt Ohne Kubakrise kein rotes Telefon. Das wurde als Konsequenz aus den Ereignissen wenige Jahre später zwischen Kreml und dem Weißen Haus eingerichtet.

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Mein liebster Feind | Doku |
Mittwoch, 3. August, 20.15 – 21.55 Uhr, ZDF Kultur

Inhalt Werner Herzog hat fünf Filme mit Klaus Kinski gedreht. In seinem sechsten Film mit Klaus Kinski zeigt er, wie es war, mit Klaus Kinski Filme zu drehen.

Warum anschauen? Ein zeitloses Dokument des Wahnsinns ist dieser Dokumentarfilm, der sich mit viel Hingabe zum Detail der Exzentrik eines Schauspielers widmet, der in jeder Beziehung maßlos war – gerade in der zum Regisseur.

Man lernt mehr Schimpfwörter als in allen Staffeln von „South Park“, „The Wire“ und „Curb your Enthusiasm“ kennen.

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Full Metal Village | Doku |
Samstag, 6. August, 18.25 – 20.00 Uhr, ZDF Kultur

Inhalt Wacken ist ein Dorf, wie es idyllischer kaum sein könnte. Außer einmal im Jahr. Dann findet hier das größte Musikfestival Europas statt. Also Heavy Metal. Und seltsamerweise stoßen sich die Gegensätze keinesfalls ab.

Warum anschauen? Wackenabend auf ZDF Kultur. Nachdem man Wissenswertes über Metal, Land und Leute erfahren hat, spendiert der digitale Kultursender vier Konzertstunden vom diesjährigen Festival.

Man lernt Nach dem Erfolg von „Full Metal Village“ schickte so gut wie jeder Fernsehsender Teams nach Wacken, um dort Metaller kauzig zu präsentieren. Dabei hat das Original genau das nicht nötig.

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Fahrenheit 451 | Dystopie |
Sonntag, 7.August, 23.50 – 1.40 Uhr, 3Sat

Inhalt Montag arbeitet bei der Feuerwehr und ist damit beauftragt, Bücher aufzuspüren und zu verbrennen. Denn in der Zukunft sind Bücher verboten. So sind die Menschen glücklich, weil nichts ihr Glück anzweifelt. Da trifft Montag auf Clarisse – eine Bücherpartisanin.

Warum anschauen? Regie-Legende Truffaut verfilmt Ray Bradburys gesellschaftskritischen Roman nicht ganz so gesellschaftskritisch. Auch wenn der Teletest die Botschaft dieses Films nicht zu 100 Prozent unterstützen kann (Fernsehen böse, Buch gut), empfiehlt er doch diesen Klassiker des Zukunftsdramas.

Man lernt unterschiedliche Brennpunkte kennen: bei Fahrenheit 451 entzündet sich Papier, bei Fahrenheit 9/11 brennt laut Michael Moore die Freiheit.

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