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Handy & Co. |  12.12.06 |  09:19  Uhr

OPINIO-Zeitungsseite vom 12.12.2006 als PDF zum Download
Leben ohne Handy
von Zwillinge | Kaarst |  2122 mal gelesen
Geht das überhaupt?
Offensichtlich ja, denn ich lebe noch.
Ich oute mich jetzt, dass ich als wahrscheinlich einzige Frau im weiten Umkreis über kein eigenes Handy verfüge.

Die Reaktionen der Umwelt darauf sind sehr unterschiedlich. Einige meinen "Das ist nicht normal" (!), andere sagen "Sei froh".

Angeblich besitzt jeder ein Handy für den Notfall, doch wie sieht der aus?

Bei Aldi irgendetwas entdeckt und schnell angefragt, ob man das mitbringen soll.

Während einer Zugfahrt sich mit den Schwiegereltern für sonntags zum Kaffee verabreden.

Der/dem Liebsten verbal eindeutige Botschaften übermitteln.

Mit dem Nachwuchs Zeugnisnoten diskutieren.

Alles Dinge, die ich schon miterlebt habe.

Peinlich war das den Leuten offensichtlich nicht.

Auch nicht, wenn das Handy in der Kirche klingelt...

So muss inzwischen vor jeder kirchlichen Feier darum gebeten werden, Mobiltelefone auszuschalten.

Ätzend ist es auch, wenn bei Verabredungen erstmal das Handy gezückt wird und sms abgerufen und gesendet werden. Man befinde sich gerade da und dort mit dem und der...
Das Handy bleibt natürlich anschließend auf dem Tisch liegen.

Diese dauernde Verfügbarkeit und Erreichbarkeit kann zur Sucht werden.

Partnerkontrolle soll auch per Handy stattfinden.

Irgendwo war zu lesen, dass es schick ist, KEIN Handy zu haben.
Dann würde ich voll im Trend liegen!

Ich gebe zu, dass es Situationen gibt, in denen ein Handy von Nutzen sein kann, ist man beispielsweise mit dem Auto liegengeblieben oder hängt in einer Felsspalte (dann darf es aber kein Funkloch geben!).


Ist man als Elternpaar alleine unterwegs, ist es auch beruhigend, wenn die Kinder einen per Handy erreichen können und umgekehrt.

Ansonsten WILL ich gar nicht immer erreichbar sein.

Wenn ich alleine unterwegs bin, wäre es ja furchtbar, wenn dauernd das Handy wegen irgendwelcher Bagatellen klingeln würde (der hat mich geärgert, was gibts zu essen....).

Stutzig wurde ich letztens bei der Frage der Kinder, wie die Eltern sich ohne Handy und emails verabredet haben!!!!!

Das ging auch... kaum zu glauben! Und zwar wunderbar.

Mal sehen, wie lange ich noch handylos lebe.

Erreichbar bin ich schon... aber eben nicht immer.
 
Meinungen von Lesern zu diesem Artikel
Annelie Heyer | 12.12.06 |  18:39  Uhr
RE: Leben ohne Handy
Liebe Elisabeth,
ganz,ganz herzlichen Glückwunsch zu Deiner Handy Geschichte, die heute in der RP Opinio zu lesen ist.
Zweimal in einem Monat in der RP zu erscheinen, das hat, soweit ich weiß, noch keiner geschafft.
Kann mir Deine Freude gut vorstellen und sicher sind Dein Mann und Deine ZAHLREICHEN Kinder stolz auf Dich.
Freue mich mit Dir!!!
Liebe Grüße
Annelie
rollerbraut | 12.12.06 |  18:23  Uhr
RE: Leben ohne Handy
Glückwunsch zum Auftritt in der RP

So ganz ohne Handy klappt doch nicht,
mein Mann war beruflich sehr viel unterwegs,
Fernfahrer, seine Termine änderten sich schon mal,
so konnte er mich aber erreichen wenn ich unterwegs war.
LG rollerbraut
Sehnsuchtsvorstand | 12.12.06 |  17:37  Uhr
RE: Leben ohne Handy
Tach'chen...
Habe an meinen Vater im September ein älteres Handymodell plus Karte abgetreten.
Sein Erstes nach geschätzten 100 Jahren.
Er hat uns daraufhin- zwei/drei Tage lang freudestrahlend: mal von der Garage und mal vom Parkplatz des Einkaufsmarktes angerufen. Einfach nur so! Zum Ausprobieren! Aus Nonsens! Klingelingeling!
Als er aber bemerkte, dass es bei ihm nicht andauernd klingelte, hat er das Handy erstmal in den Winterschlaf verabschiedet...
Wahrscheinlich für sehr sehr lange;)

In diesem Sinn: man sieht sich!
Glückwunsch zum Druck
Horatio_H | 12.12.06 |  09:23  Uhr
RE: Leben ohne Handy
Meine Gratulation zum Sprung in die Printmedien.
Ds Handy ist eine Geissel der Zivilisation, aber ohne es geht wohl auch.
Ich habe auch ein Handy, was bei mir immer am Gürtel hängt, aber kaum in Gebrauch ist.
Ich weis garnimmer, wann es zum letzten Mal geklingelt hat.
Aber dabei gesagt, ich habe Festnetz.Flat und bin damit auch Billiger dran, solange ich keine Handy-Nr. oder Sondernr. anrufe
OPINIO-Redaktion | 12.12.06 |  09:20  Uhr
RE: Leben ohne Handy
Hallo Zwillinge, hallo OPINIOs,

dieser Artikel ist heute auf der OPINIO-Seite in der Rheinischen Post und der Neuß-Grevenbroicher Zeitung abgedruckt. Dazu unseren Glückwunsch! Wir haben ihn darum nochmal nach vorne geschoben.

Die aktuelle OPINIO-Seite ist links unter dem Foto als PDF zum Download angebunden.

Viele Grüße
Philipp Stempel, OPINIO-Redaktion
Thäo | 10.12.06 |  00:00  Uhr
RE: Leben ohne Handy
Alle haben vor allem ein Händi für den Notfall. Vor allem Pubertierende. Sie bekommen es demnächst zu Weihnachten (siehe: Jesus im Kaufhof) oder haben es zum Geburtstag bekommen. Für den Notfall. Sie simsen bis ihre Karte leer ist oder ihre Schulden 2020 mit einem Offenbarungseid abgebaut sind. Für den Notfall bleibt kein Platz. Vielleicht in Österreich auf dem Staller-Sattel.
heckflosse | 05.12.06 |  22:44  Uhr
RE: Leben ohne Handy
ich verfluche dieses ding...dennoch ist es überlebensnotwendigjobmässig........und ich bin nervös wenn es nicht in meiner reichweite ist...ich meine oft ein klingeln bei einigen musikstücken zu hören und eile zum handy wenn ich an der maschine stehe.........das handy macht mich krank und nervöser wie man eh schon ist..............
dann lieber wie früher alles schön in ruhe und wer heut nicht kommt kommt morgen................


gruss heckflosse von früher
astromant | 05.12.06 |  19:03  Uhr
RE: Leben ohne Handy
Neee, wenn´s geht: Nicht ohne... *gg*

Ein Handy ist für mich sehr zweckmäßig.
Klientel, die Senioren und der "Rest" der Familie, Vertragspartner, Sportverein... ich muss erreichbar sein.

Natürlich treibt der Umgang mit den Handys Blüten.
Aber das ist vergleichbar mit dem "Problem-Gegenstand" Küchenmesser, je nachdem:
Ein Hobby-Koch, eine Hausfrau machen mit dem Küchenmesser eine gute Speise.
Der Chaot nimmt dasselbe Messer und läuft Amok.
Je nachdem...*gg*

schlaumeiert

Bernd
astromant
kanelbulle | 05.12.06 |  16:29  Uhr
RE: Leben ohne Handy
Ich habe ein Handy, und zwar schon ganz lange. Es wurde mir von meinem Mann seinerzeit aufgedrängt, weil er meinte, wenn er eins hat soll ich auch eins haben.
Und ich schleppe es immer und überall mit und es gibt mir Sicherheit. Ich benutze es jedoch nur in besonderen Situationen, davon hat es schon einige gegeben - Krankheit, Todesfall, Zuspätkommen durch Stau u. ä. Bei Aldi habe ich es noch nie benutzt.
Ich möchte es nicht mehr missen.
Grüße von der kanelbulle
rasimama | 05.12.06 |  15:48  Uhr
RE: Leben ohne Handy
Willkommen im Club!
Habe auch kein eigenes HÄNDI, auch nicht für den Notfall.
Will doch keinen Gehirntumor kriegen. Für den Notfall haben bestimmt alle um mich herum ein HÄNDI.
Und wenn ich im Wald verrecken sollte, hab ich es bestimmt verdient.
So sehr ich das.
rasimama

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