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Hund
Tier & Mensch | Hund 
Hund |  30.01.07 |  10:04  Uhr

OPINIO-Zeitungsseite vom 30.01. als PDF
Werner Scholz träumt vom legendären Derby
von Helmut Dietz | Bielefeld |  321 mal gelesen
Werner Scholz aus Bussum träumt davon, das legendäre Greyhound Derby in Wimbledon zu erleben und seinen eigenen Hund im Rennen zu haben...
Geldrops Stride, ein Greyhound Jüngling von gerade mal etwas mehr als zwei Jahren ist der ganze Stolz von Werner Scholz. Geldrops Stride tritt heute, am 26.1.2007, eine Reise nach England an, um für die nächsten 5 Monate bei John Simpson, einem Greyhound - Trainer, das zu lernen, was er eh schon ziemlich gut kann: schnell zu laufen.

5 Monate Training für das Derby

Bei John Simpson, einem der an das renommierte Wimbledon Greyhound Stadion angeschlossenen Hunde-Trainer wird sich Geldrops Stride die nötigen Tipps holen, um auf den typischen britischen Sandbahnen mit den britischen Windhunden mithalten zu können. Das Ziel von Geldrops Stride und Werner Scholz ist die Teilnahme am legendären Greyhound Derby im Wimbledon Stadium in London, dem wohl prestigeträchtigsten und am höchsten dotierten Windhundrennen der Welt.

Ein langer Weg bis zum Ziel

„Es wäre eine echte Sensation“ sagt Werner Scholz. Denn zum ersten Mal würde ein auf dem europäischen Kontinent gezüchteter Windhund das Greyhound Derby bestreiten. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. „Nur 180 Hunde werden für das Derby zugelassen und dann sind 5 Rennen hintereinander mindestens auf Platz 3 zu bestreiten, um ins Finale zu kommen.“ schildert der Windhundfachmann aus Bussum den Rennmarathon seines Greyhounds.

Investitionen in einen Traum

Aber der Traum hat auch seinen Preis. Etwa 10 € muss das Greyhound-Herrchen aus Bussum dem Trainer pro Tag bezahlen und bei Erfolg auch noch 300 englische Pfund Startgeld für das Prestigerennen im Wimbledon Stadium. Das finanzielle Budget könnte der Hund selbst etwas freundlicher gestalten, wenn er bei seinen Vorbereitungsrennen gut läuft. Eventuell gewonnene Preisgelder entlasten nämlich die Reisekasse.

„Wir haben es früher auch einmal ohne das Training vor Ort probiert, hatten aber eingesehen, dass wir so keine Chance haben.“ sagt Werner Scholz.

Das Greyhound Derby in Wimbledon vor Ort mitzuerleben und seinen eigenen Hund im Rennen zu haben - für Werner Scholz ein Traum in den es sich lohnt zu investieren. Wer nicht wagt...
 
Meinungen von Lesern zu diesem Artikel
podencoclub | 31.01.07 |  22:51  Uhr
RE: Werner Scholz träumt vom legendären Derby (Nachtrag)
Hallo und guten Abend,
Um einmal mit den immer noch vorhandenen Vorurteilen aufzuräumen sei einmal folgendes gesagt:
Wetten auf Windhundrennen sind in Deutschland illegal. Geld verdienen kann man mit seinem Windhund in Deutschland auf der Rennbahn also nicht. Ganz im Gegenteil. Ein Renn- oder Ausstellungswochenende kann schnell ein paar hundert Euro kosten (Meldegeld, Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung). Das einzige was der Siegreiche Hund mit nach Hause nimmt ist ein Pokal und eine Urkunde und das finde ich auch gut so. Windhunde in Deutschland dürfen im Gegensatz zu England neben der Rennbahn, Coursing oder Ausstellunge auch noch Hund sein.

Der deutsche Windhundsport ist halt pures Hobby und Hobbys sind nun einmal mehr oder weniger teuer.

Es soll aber auch nicht verschwiegen werden das von Seiten der EG Bestrebungen im Gange sind die darauf hinauslaufen Windhundrennen am Totalisator auch in Deutschland zu etablieren. Dann wird es auch hier um das ganz große Geld gehen und die Hunde dabei auf der Strecke bleiben. Die Hunde die dann auf solchen Bahnen laufen sind dann auch nicht mehr als ein Mittel zum Zweck. Wie ein Wekzeug das man wenn es nicht mehr richtig funktioniert einfach entsorgt.

Das es so etwas in Deutschland einmal geben wird steht für mich ausser Frage, denn dafür ist viel zu viel Geld im Spiel.

Allerdings muß die Industrie dafür in Deutschland erst einmal aufgebaut werden, denn die in Deutschland existierenden Rennbahnen sind dafür nicht ausgerüstet.

Gruss Reinhard
rasimama | 31.01.07 |  13:23  Uhr
RE: Werner Scholz träumt vom legendären Derby
@frise @podencoclub
Unter solchen Prämissen habe ich das noch garnicht gesehen.
Vielen Dabk für Eure beiden Kommentare. So lerne ich immer noch dazu und die Webseiten werde ich mir mal in Ruhe ansehen.
rasimama
Helmut Dietz | 31.01.07 |  13:12  Uhr
RE: Werner Scholz träumt vom legendären Derby
Pro und Contra Greyhound - Rennen!
Wäre das nicht etwas für alle Leser, sich zu äußern?

Der Autor des Artikels kennt die Windhund-Szene im In- und Ausland. Auch in England. Irland wird im nächsten Frühjahr bereist.

In Deutschland sind im Jahre 2006 nur 98 Greyhounds auf Windhundrennen gestartet. Die Greyhound Renn-Rangliste findet sich hier:
http://www.myblog.de/windhundrennen

Aber - im Gegensatz zu anderen Ländern - gibt es in Deutschland noch viele weitere Windhundrassen, die man bei den Windhundrennen bewundern kann, allem vornan Whippets. Aber auch Salukis, Sloughis, Afghanen, Italienische Windspiele, Azawakhs, Magyar Agars, Pharaoh Hounds, Galgo Espanols, Irish Wolfhounds, Barsois und Deerhounds. Meistens finden tags zuvor Hundeausstellungen statt. Auch eine schöne Gelegenheit, die schnellen und edlen Hunde einmal näher kennen zu lernen.
frida | 31.01.07 |  12:48  Uhr
RE: Werner Scholz träumt vom legendären Derby
Wenn Herr Scholz schon in England seinen Greyhound verheizen will, sollte er vorher mal schnell nach Irland fahren und sich in "Avalon" umschauen, dem einzigen Greyhound-Shelter in Irland - unterhalten von "Pro Animale". Dort kann er sehen, was diese - von EU-Geldern, also von uns allen, subventionierte - Tierquäler-Industrie mit den Greyhounds macht. Vielleicht vergeht ihm dann die Lust darauf, seinen Hund in ein solches Derby schicken zu wollen und spendet stattdessen einen "Sterntaler" für "Avalon". Infos gibts bei "Pro Animale", wo im übrigen auch Windhunde jeglicher Art ein liebes Zuhause suchen.

Gruß
frida
podencoclub | 31.01.07 |  10:59  Uhr
RE: Werner Scholz träumt vom legendären Derby
Hallo,
als ich heute morgen die Zeitung las musste ich mir doch wirklich erst einmal die Augen reiben. Da möchte doch wirklich ein "Windhundfreund" seinen Grey in England bei einem kommerziellen Hunderennen laufen lassen.

Wie blauäugig muß man sein um daran überhaupt zu denken. Oder ist es etwa reine Profitgier?

In diesem Artikel wird etwas glorifiziert was zutiefst verabscheuungswürdig ist. Wenn man einmal hinter die Kulissen der kommerziellen Rennbahnen schaut wird man Greuel ohne Ende erleben. Dort laufen keine Hunde, sondern "Werkzeuge zum Geldverdienen". Diese Werkzeuge werden, wenn sie keinen Profit mehr abwerfen in der Regel entsorgt. Dabei ist man dann aber auch nicht zimperlich. Die Hunde werden erschlagen, vergiftet oder wenn sie ganz viel Glück haben werden sie erschossen.

Im kommerziellen Windhundsport werden jedes Jahr Milliarden umgesetzt und Milionengewinne mit den Hunden gemacht. Das hat mit Tierliebe nicht im entferntesten zu tun.

Es gibt eine Menge Informationen über kommerzielle Hunderennen im Internet. Ein interessanter Link ist z.B. dieser hier:
http://www.greyhound-help.de/Hunderennen.htm
OPINIO-Redaktion | 30.01.07 |  10:05  Uhr
RE: Werner Scholz träumt vom legendären Derby
Hallo Helmut Dietz, hallo OPINIOs,

dieser Artikel hat es auf die heutige OPINIO-Seite in der Rheinischen Post und der Neuß-Grevenbroicher Zeitung geschafft. Wir haben ihn darum nochmal nach vorne geschoben.

Die dazugehörige Zeitungsseite ist links als PDF zum Download angebunden.

Viele Grüße
Philipp Stempel, OPINIO-Redaktion
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